Schweizer Cup Männer: FC Zürich scheitert an Lausanne-Sport

18.09.2022 04:55

Schweizer Cup Männer: FC Zürich scheitert an Lausanne-Sport

Mit Ausnahme des FC Zürich stehen alle Vertreter der Credit Suisse Super League in den Achtelfinals des Schweizer Cups der Männer. Der Schweizer Meister scheiterte in der 2. Runde auswärts an Challenge-League-Klub Lausanne-Sport (2:3 n.V.).

Lausanne-Sport, der Absteiger und derzeitige Zweite der Challenge League, erzielte das 2:2 in der 95. Minute und rettete sich so in die Verlängerung. Dort liess sich der FC Zürich in der 114. Minute gar einfach auskontern. Der frühere FCZ-Stürmer, der monatelang wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen und erst in den letzten Wochen zu einigen ersten Kurzeinsätzen gekommen war, wurde von Ludovic Magnin, dem Lausanner Trainer mit FCZ-Vergangenheit, in der 89. Minute eingewechselt und traf gleich zweimal.

Wie der FCZ musste auch der FC Basel 1893 in seinem Auswärtsspiel gegen den FC Aarau in die Verlängerung. In dieser behielt der höherklassige Klub aber das bessere Ende für sich. Die Basler schlugen den FC Aarau mit 3:1, vor allem dank dem verletzten Michael Lang. Ohne Fremdeinwirkung ging Lang in der dritten Minute der Verlängerung zu Boden und zeigte an, dass er ausgewechselt werden muss. Während sich sein Ersatz bereit machte, ging der Aussenverteidiger bei einem Eckball noch einmal mit nach vorne und stand prompt goldrichtig. Unmittelbar nach seinem Treffer zum 2:1 humpelte er vom Platz. Das unterklassige Aarau fand nach einer intensiven Partie keine Antwort mehr und beklagte im Verlauf der Verlängerung noch zwei Platzverweise. Dan Ndoye sorgte in der 119. Minute für den Schlusspunkt.

Lugano siegt dank Endspurt

Titelverteidiger FC Lugano bekundete in Bern gegen den FC Breitenrain keine Mühe, auch wenn die Tore zum klaren 4:0 mehrheitlich erst in der Schlussphase fielen. Boris Babic erzielte kurz nach Wiederanpfiff das 1:0. Danach sorgten die Eingewechselten für das klare Resultat gegen den Klub aus der Promotion League: Der argentinische Aussenverteidiger Ignacio Aliseda (70. und 89.) und der Algerier Mohamed Amoura mit dem schönsten Tor der Partie (86.).

Für Etoile Carouge, den Leader der Promotion League, endete die Cup-Kampagne früher als letzte Saison. Vor einem Jahr eliminierte Carouge im Schweizer Cup Winterthur und Basel und scheiterte erst im Viertelfinal mit 1:2 am FC St. Gallen 1879. Von neuem schnupperten die Genfer an der Überraschung gegen die Ostschweizer. Bis zur 56. Minute führte Etoile Carouge dank einem Doppelschlag von Mamadou Simbakoli (39.) und Oscar Correia (44.) mit 2:1. St. Gallens Goalie Lukas Watkowiak verhinderte weitere Gegentreffer. "Joker" Matej Maglica und Lukas Görtler realisierten in der zweiten Halbzeit den Umschwung: Maglica glich zehn Minuten nach seiner Einwechslung aus (56.); Görtler schoss mit zwei Treffern den Favoriten in den letzten 20 Minuten zum Sieg.

Luzern im Glück

Mit einem blauen Auge kam der FC Luzern beim 1:0 nach Verlängerung in Bellinzona davon. Die Innerschweizer, Cupsieger 2021, fanden durch die Defensive Bellinzonas lange kein Durchkommen. Die Tessiner erspielten sich in der zweiten Halbzeit die drei grössten Torchancen des Spiels, Rodrigo Pollero traf in der 83. Minute mit einem Kopfball bloss die Latte. Das Siegtor gelang indessen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Verlängerung Luzerns Dejan Sorgic, der beim zweitletzten Pass dieses Angriffs im Offside gestanden war.

Goldstern ärgert GC

Nicht zweistellig zu verlieren und selber, wenn es irgendwie geht, ein Tor zu erzielen waren die Ziele, die sich der Drittligist Goldstern in Bremgarten bei Bern für den Match gegen die Grasshoppers vorgenommen hatte. Das erste Ziel erreichten die Amateure bei der 0:3-Niederlage souverän. Nach 55 Minuten hiess es noch 0:0, und weil Ayumu Seko kurz vorher wegen einer Tätlichkeit mit der Roten Karte vom Platz geschickt worden war, spielten die Goldsterne sogar in Überzahl. Dann aber fielen in kurzer Zeit zwei Tore.

Winterthur ungefährdet

Erstligist FC Meyrin bleibt im Cup gegen Klubs aus der obersten Spielklasse sieglos. Die Genfer begannen gegen Winterthur mutig, gerieten aber nach 22 Minuten in Rückstand und verloren am Ende 0:4. Thibault Cobaz (im dritten Anlauf), der eingewechselte Samuel Ballet und Roman Buess (2) erzielten die Tore für Winterthur. Dem Super-Ligist gelang ein Zu-Null-Erfolg, nachdem er zuletzt in der Meisterschaft gegen die Young Boys (1:5), Grasshoppers (0:3) und Luzern (0:6) 14 Gegentore in 3 Partien zugelassen hatte.

Sion, Servette und YB ohne Glanz weiter

Glanzlos eine Runde weiter hievten sich der FCSion, der Servette FC und der BSC Young Boys. Während die beiden Romands ihre Partien gegen Rapperswil-Jona und La Chaux-de-Fonds jeweils 2:0 gewannen, setzten sich die Berner bei Stade Lausanne-Ouchy 1:0 durch. Dem wieder in die Nationalmannschaft berufenen Cedric Itten gelang nach einer guten Stunde ein Kopfballtreffer nach einem Eckball von Filip Ugrinic. In der ersten Halbzeit hatte YB aber auch das Glück beansprucht, als Lausanne-Ouchy nur den Pfosten getroffen hatte.

Die Resultate der 2. Runde im Schweizer Cup der Männer in der Übersicht

SFV / Keystone-SDA