Wie weiter im Amateurfussball? Robert Breiter gibt Antworten

SFV-Generalsekretär Robert Breiter gibt Antworten auf drei Fragen, wie es im Amateurfussball weitergeht.

Robert Breiter, normalerweise würden viele Clubs im Schweizer Amateurfussball um diese Zeit wieder mit dem Training beginnen. Der vom Bundesrat verordnete Lockdown lässt dies nicht zu. Welche Teams und Ligen dürfen in der Schweiz trotzdem spielen?

Robert Breiter: «Die neuen nationalen Massnahmen des Bundesrates haben zur Folge, dass bis Ende Februar 2021 kein Fussball im normalen Rahmen (Spiel und Training) stattfinden kann. Ausnahmen bestehen lediglich für Teams überwiegend professioneller Ligen (Raiffeisen Super League, Brack.ch Challenge League, AXA Women’s Super League) sowie für alle Nationalteams (Männer und Frauen) und Teams der überwiegend professionellen Nachwuchsförderung auf den Stufen U-21, U-18 und U-17 der Männer. Diese dürfen trainieren und Spiele bestreiten.»

Die Massnahmen des Bundesrats sehen aber auch Ausnahmen für Kinder und Jugendliche vor. Wie sehen diese konkret aus. bzw. dürfen Kinder und Jugendliche, die noch nicht 16 Jahre alt sind, ganz normal Fussball spielen?

«Ganz normal Fussball spielen können sie nicht, denn sowohl offizielle Spiele als auch Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften sind für alle Altersstufen untersagt. Aber Kinder und Jugendliche bis zum 16. Geburtstag dürfen im Innen- und Aussenraum trainieren, bzw. für sie dürfen normale Fussballtrainings durchgeführt werden. Für Jugendliche ab dem 16. Geburtstag und Erwachsene können dagegen nur Konditions- oder Techniktrainings ohne Körperkontakt in Gruppen bis maximal 5 Personen (inkl. Trainer/-in) im Freien durchgeführt werden. Die Sportanlagen sind allerdings für Trainings von Spieler/innen ab 16 Jahren geschlossen. Zudem sollte man jeweils prüfen, ob strengere kantonale Richtlinien bestehen.»

Wann rechnet man beim SFV mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in allen Ligen?

«Der weitere Verlauf der Pandemie ist nach wie vor sehr ungewiss. Viele Faktoren (z.B. Impfung und Virusmutation) haben einen unbekannten Einfluss. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ungewiss, ob ein normaler Spiel- und Trainingsbetrieb vor Anfang April möglich sein wird. Der SFV, die Abteilungen und die Regionalverbände arbeiten deshalb mit Hochdruck an verschiedenen Szenarien für die Wiederaufnahme des Betriebs und für den Rest der Saison 2020/21, je nach Zeitpunkt des Re-Starts. Wir werden unsere Clubs so rasch als möglich entsprechend informieren und wir wünschen uns nichts mehr als dass Normalität zurückkehrt und alle gut 285'000 lizenzierten Fussballerinnen und Fussballer sowie die unzähligen Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Ehrenamtlichen etc. in der Schweiz baldmöglichst wieder ihr geliebtes Hobby ausüben können.»

(SFV/Bild: Keystone-SDA)

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