WM 2022: Trotz klarem Out das Positive mitnehmen

07.12.2022 02:01

WM 2022: Trotz klarem Out das Positive mitnehmen

Am Tag nach dem deutlichen Out im WM-Achtelfinal gegen Portugal standen drei SFV-Exponenten den Medien nochmals Red und Antwort. Die Quintessenz ist klar, auch wenn der letzte Eindruck nicht positiv war: Es soll und darf nicht alles in Frage gestellt werden. «Wir haben in diesem Jahr gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind», sagte Nationaltrainer Murat Yakin.

Wer aus einem Endrundenturnier ausscheidet – im Falle der Schweiz mit einem 1:6 gegen Portugal – muss sich unangenehmen Fragen stellen. Dass Kritik geäussert wurde und durchaus angebracht war, erlebten SFV-Präsident Dominique Blanc, Nationalteam-Direktor Pierluigi Tami und Nationaltrainer Murat Yakin am Mittwoch in Doha.  Das Trio zeigte sich wie die Spieler unmittelbar nach Ende der Partie sehr enttäuscht. «Ich hätte diese Bilanzkonferenz natürlich gerne erst nächste Woche abgehalten», sagte Blanc. «Das Out soll unsere Werte, Ziele und geleistete Arbeit aber nicht in Frage stellen. Alle haben gezeigt, dass sie für die Zukunft aus diesen schwierigen Momenten lernen können. Das Team wird wieder sein kompetitives Gesicht zeigen», ist der SFV-Präsident überzeugt.

Nationalteam-Direktor Tami hatte sich bereits am späten Dienstagabend vorbehaltslos hinter seinen Nationaltrainer gestellt – und wiederholte dies auch tags darauf nochmals vehement. «Murat hat in 15 Monaten mit der Schweiz die direkte Qualifikation für die WM geschafft und in der UEFA Nations League trotz misslungenem Start den Klassenerhalt in der höchsten Liga geschafft. Auch wenn der letzte Eindruck bleibt: Man darf nie vergessen, was gut gemacht worden ist.»

Trainer Yakin betonte ebenfalls, das Positive mitzunehmen: «Das waren meine Worte an den Mannschaftsrat. Insgesamt war es ein tolles Jahr. Wir haben in der WM-Gruppenphase sehr intensive und gute Spiele gezeigt und haben der Nation und uns Freude bereitet.» Auch für Yakin ist klar, dass die Erinnerung der Öffentlichkeit an die Schweizer WM-Auftritte mit dem Out gegen Portugal verbunden bleibt: «Das müssen wir sportlich akzeptieren und respektieren. Der Gegner war viel besser als wir. Ein Weiterkommen muss man sich verdienen, das haben wir nicht getan. Ich trage nicht nur die Verantwortung bei Siegen, sondern auch bei Niederlagen. Aber wir schauen nach vorne und werden die richtigen Schlüsse ziehen.»

SFV