Warum von «play more football» alle Kinder profitieren

  • 04.12.2020

Im Zentrum von «play more football» stehen der Spass und die Motivation aller Kinder. Sie erhalten mehr Spielzeit und erleben dadurch mehr technisch-taktische sowie «erfolgreich» und auch «nicht erfolgreich» ausgeführte Spielaktionen. Durch das neue kombinierte Wettspielformat profitieren sie zudem von den Vorteilen der Klein- und Grossfelder und lernen so vielseitiger und abwechslungsreicher als bisher.

Die Vorteile von Spielen auf dem Kleinfeld: mehr Spielaktionen (Schüsse, Tore, Pässe, Dribblings, Duelle) pro Kind, erleben von unterschiedlichen Spielsituationen und schnellen Entscheidungen mit und ohne Ball auf kleinem Raum, höhere Beteiligung - alle Kinder sind involviert und können sich zeigen.

Die Vorteile von Spielen auf dem Grossfeld: erlernen des Positionsspiels und orientieren auf dem Feld, ausführen von längeren Sprints und Pässen, Spiel auf ein grosses Tor mit Torspieler*in.

Die Vorteile von Spielen auf dem Klein- und Grossfeld («play more football»): mehr Spielzeit, mehr Spielaktionen und mehr Lernmomente, vielseitigere Ausbildung, mehr Spass und Motivation für alle Kinder.

«Bei den Wettspielen an Turnieren geht es auch weiterhin darum, die Partie möglichst zu gewinnen, aber so dass alle Kinder beteiligt sind und vom Wettkampf lernen können.»

Joy Lara Walker, Verantwortliche Kinderfussball Deutschschweiz

 

Probleme der bisherigen Situation und Lösungen mit «play more football»

Situation heute: Vor allem die spielstarken und weit entwickelten Kinder («dominante» Spieler*innen) kommen bei Wettspielen zum Einsatz (unter anderem Einfluss des relativen Alterseffekts), was die Unterschiede innerhalb des Kaders weiter vergrössert und die anderen Kinder benachteiligt.

Lösung: Mehr Spielzeit an Turnieren für alle Kinder («dominante» und «nicht-dominante» Spieler*innen) dank kleineren Teamgrössen und dadurch weniger Wechselspieler*innen.

Situation heute: Weniger weit entwickelte Kinder können sich auf dem Grossfeld verstecken oder werden nicht einbezogen, so dass sie kaum Spielaktionen und Lernmomente verzeichnen.

Lösung: Turnierspiele auch auf dem Kleinfeld, wo alle Kinder («dominante» und «nicht-dominante» Spieler*innen) an den Aktionen beteiligt sind und lernen.

 

«Auf dem Kleinfeld müssen die Kinder schnellere Entscheidungen treffen und sich aktiver am Spielgeschehen beteiligen. Sie spielen zum Beispiel mehr Pässe, machen mehr Dribblings und erzielen mehr Tore. Davon profitieren sowohl die weniger weit entwickelten Kinder als auch die dominanten Spieler*innen - die fussballerische Förderung wird dadurch für alle vielseitiger, als wenn nur auf dem Grossfeld gespielt wird.»

Dominik Müller, Leiter Kinderfussball

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