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Admir Mehmedi muss auf die WM 2018 verzichten

  • 25.05.2018

Medienmitteilung des Schweizerischen Fussballverbands vom 25. Mai 2018.

Das Schweizer A-Nationalteam wird die FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2018 in Russland ohne Admir Mehmedi (27) bestreiten. Die Mitte März diagnostizierte Mittelfuss-Verletzung ist zwar ausgeheilt, aber der 58-fache Nationalspieler brachte einen zu grossen Rückstand betreffend Training und Wettkampf mit in die erste Phase der WM-Vorbereitung von dieser Woche. Einsätze in den Schweizer Länderspielen gegen Spanien (3. Juni 2018 in Villarreal) und Japan (8. Juni 2018 in Lugano) wären kaum möglich oder zu riskant gewesen.

Admir Mehmedi entschied am Ende des ersten, kurzen WM-Trainingslagers des A-Nationalteams selber, auf die Endrunde in Russland zu verzichten: «Es ist ein Entscheid des Kopfes, nicht des Herzens. Ich spürte einfach, dass ich dem Team kaum das bringen kann, was es von mir erwarten darf, zumal an einer Weltmeisterschaft. Darum wollte ich dem Trainer so früh wie möglich klare Entscheidungsgrundlagen bieten und auf keinen Fall einen Platz im Team blockieren», sagt der 27-Jährige und fügt an: «Wer immer meinen Platz einnimmt: Ich bin sicher, er passt in diese Mannschaft mit ihrem super Spirit und wird seinen Beitrag leisten zu einer ganz starken WM der Schweiz.»

Nationalcoach Vladimir Petkovic bedauert diesen Ausfall sehr, „schliesslich hat Admir Mehmedi nicht nur internationale Klasse, sondern auch Turnier-Erfahrung. Es ist kein Zufall, dass er zu jenen Schweizer Spielern gehört, die an WM- und EM-Endrunden Tore erzielten. Es ist nun hart für ihn und für das Team. Aber wir haben in diversen Gesprächen alle Fakten auf den Tisch gebracht und einen professionellen Entscheid gefällt, der Admir ermöglicht, in der neuen Bundesliga-Saison mit Wolfsburg wieder voll angreifen zu können.“

Somit beginnt das Trainingslager des Schweizer Teams am Sonntag, 27. Mai 2018, in Lugano mit 26 Spielern. Am 4. Juni 2018 muss das definitive 23-Mann-WM-Kader der FIFA gemeldet werden.

Für Petkovic ist die aktuelle Selektion «eine Momentaufnahme. Ich habe von vielen gute Leistungen gesehen in den letzten Wochen und Monaten, aber ich will niemandem die Ferien rauben, wenn ich schon vor dem Trainingslager in Lugano weiss, dass ich ihn nicht im WM-Kader sehe. Wer jetzt nicht dabei ist, ist auf Pikett», sagt der Nationalcoach und ergänzt zum Schluss: «Alle wissen, dass es im Fussball oft schnell gehen kann. Auch mit einem Anruf des Nationaltrainers.»

MvA (Bild: Keystone)

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