Aargauischer Fussballverband

Emilio Munera (FC Lenzburg)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der FC Lenzburg ist fulminant in die neue Saison gestartet und hat in den beiden ersten siegreichen Partien bereits 10 Mal ins Schwarze getroffen. Coach Emilio Munera, der das Traineramt bei den Lenzburgern zum Start der vergangenen Rückrunde übernommen hatte, stellte sich nach dem Kantersieg gegen seinen Ex-Verein Niederwil den «drei ???».

1. Emilio Munera, 2 Spiele, 6 Punkte, 10 Tore: Weshalb ist der FC Lenzburg so gut aus den Startlöchern gekommen? Spüren Sie einen anderen Spirit als vergangene Saison, welche Sie lediglich auf dem enttäuschenden 9. Rang abschlossen?
Wir konnten uns mit starken Offensivspielern wie Andreas Etter (von Mellingen, Anm.d.Red.) und Fidan Tafa (von Rotkreuz LU) gezielt verstärken. Bereits in Oftringen kamen wir super ins Spiel und führten nach der 1. Halbzeit mit 4:0, mit so einem Vorsprung im Rücken lässt es sich natürlich auch leichter spielen. Aber ich bin mir bewusst, dass es auch andere Spiele geben wird, da darf man sich nicht blenden lassen. Ich mag eine offensive Spielweise meiner Mannschaft und gewinne lieber 5:4 als 1:0. Neben den erwähnten offensiven Neuzugängen stärkt Andreas Habegger (von Niederwil) unsere defensive Stabilität enorm. Da er kürzlich Vater wurde, wollte er mit dem Fussball eigentlich kürzertreten. Als ich das erfahren hatte, kontaktierte und überzeugte ich ihn, nach Lenzburg zu kommen. Wir haben einen Deal gemacht, dass er aufgrund seines Familienzuwachses statt drei- nur zweimal in der Woche trainieren muss, denn ich weiss, dass Andreas in diesen 2 Trainings vollen Einsatz geben wird. Ich möchte zudem noch betonen, dass ich gegenüber dem FC Niederwil immer transparent war! Generell steigern alle diese neuen Spieler die Qualität vor allem auch im Training merklich und die, die letzte Saison schon bei uns waren, werden so automatisch besser. Ich wollte vor allem Winntertypen mit einwandfreien Charaktere ins Team holen, was uns gelungen ist; wir können uns wirklich glücklich schätzen!

2. Sie bezwangen am Samstag den FC Niederwil gleich mit 5:0. In Niederwil hatten sie als Co-Trainer eine sehr erfolgreiche Zeit – wie speziell sind die Duelle mit Ihrem ehemaligen Verein?
Diese sind immer sehr speziell, vor allem, weil die Niederwiler weiterhin gute Freunde sind. Gerade mit Cheftrainer Gino pflege ich noch immer ein sehr freundschaftliches Verhältnis, auch der «Fall Habegger» hat diesem überhaupt keinen Abbruch getan. Ich verfolge Niederwil stets und dieses 5:0 schmerzte mich im Unterbewusstsein doch etwas.

3. Die hohen Ambitionen des FC Lenzburg sind bekannt. Das Ziel diese Saison kann nur der Aufstieg sein, oder?
Nein, nicht wirklich. Wir haben immer betont, dass diese Saison eine Übergangssaison werden soll. Eine Platzierung zwischen Rang 1 und 5 wäre zufriedenstellend – wenn es mit dem Aufstieg klappen sollte, wäre das natürlich umso schöner. Wir wollten primär Spieler zu uns holen, die ins Vereinsleben passen und in der Region verankert sind und dann auf die nächste Saison hin angreifen. Denn langfristig mit seinem Umfeld könnte der FC Lenzburg eine gute Rolle in der 2. Liga interregional spielen. Wenn es diese Liga bis dann überhaupt noch gibt, wer weiss was die Zukunft bringt (schmunzelt). Unser neuer Kunstrasen wird sicherlich dem Verein auch noch einen gewissen Schwung verleihen, da freuen wir uns sehr. Und wer weiss, vielleicht können wir bereits diesen Winter auf der neuen Unterlage trainieren.

 

 

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18.09.2019

Hans Reimann (FC Frick)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Es läuft beim FC Frick, und zwar so richtig! Sowohl das „1a“, das vergangenen Saison aus der 2. Liga AFV abgestiegen war, wie auch das „1b“, im Sommer aufgestiegen aus der 4. Liga, belegen in ihren 3.-Liga-Gruppen den 1. Rang. Eine wohl historische Momentaufnahme! Ein spürbar stolzer Hans Reimann, Vereinspräsident seit Anfang 2019, gab ihm Rahmen der „drei ???“ Auskunft zum Höhenflug seines FC Frick.

1. Hans Reimann, der Blick auf die beiden 3.-Liga-Tabellen dürfte Ihnen momentan helle Freude bereiten, oder?
Das tut der Fricker Seele vor allem nach dem Abstieg der 1. Mannschaft aus der 2. Liga AFV vergangene Saison natürlich enorm gut. Dass gleich beide Mannschaften so gut aus den Startlöchern kommen, konnte man nicht erwarten. Natürlich ist es unser Anspruch, dass das 1a den direkten Wiederaufstieg bewerkstelligen kann. Beim 1b geht es aber eigentlich primär mal darum, dass es so viele Punkte wie möglich sammelt und nichts mit dem Abstieg zu tun hat.

2. Wie erklären Sie sich den momentanen Höhenflug beider Teams?
Das 1a ist trotz Abstieg bis auf Durim Ibrahimi, der im Sommer zu den Eagles Aarau wechselte, grossmehrheitlich zusammengeblieben. Auch unser 1b ist eine eingespielte Truppe, die sich seit vielen Jahren bestens kennt, einige gingen sogar bereits zusammen zur Schule. Zudem hat das Team dank dem neuen Trainerduo, das im vergangenen Winter übernommen hatte, noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Ein weiterer Faktor ist aus meiner Sicht bestimmt auch unsere Top-Infrastruktur, die sich stetig verbessert; wir verfügen über einen Kunstrasen, einen wunderbaren Hauptplatz und bekommen, wenn alles nach Plan läuft, Anfang März 2020 ein neues, schmuckes Clubhaus. An dessen Errichtung beteiligen sich viele Spieler unserer Aktiv-Mannschaften ehrenamtlich und sie merken, dass bei uns in Frick etwas entsteht. Dieser Fakt scheint zu beflügeln und man spürt förmlich, dass die täglich sichtbaren Veränderungen eine Euphorie im gesamten Verein auslösen.

3. Würde sich an der momentanen Tabellensituation bis zum Schluss nichts mehr ändern, wäre laut Reglement nur eine Mannschaft aufstiegsberechtigt. Haben Sie sich mit diesem Szenario im Verein bereits auseinandergesetzt?
Nein, nein, dafür ist es definitiv noch zu früh (lacht). Damit beschäftigen wir uns, wenn es dann soweit sein sollte, doch die Chance ist doch ziemlich klein. Wir wären bereits wunschlos glücklich, wenn eine Mannschaft die Saison auf einem Aufstiegsplatz beenden würde – der Zeitpunkt des Aufstieges wäre kurz nach der Eröffnung unseres neuen Clubhauses schlicht perfekt.

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

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