Aargauischer Fussballverband

Giuseppe Aversa (FC Oftringen)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der FC Oftringen hat einen Lauf: In den ersten 4 Partien der laufenden Rückrunde hat man bereits gleich viele Punkte gesammelt wie zuvor in allen 13 Vorrunden-Spielen zusammen, nämlich deren 8. Mit 16 Punkten auf dem Konto haben die Westaargauer mittlerweile zu den Mannschaften über dem Strich aufgeschlossen. Im Rahmen der «drei ???» spricht Trainer Giuseppe Aversa über den Aufschwung seines Teams, seinen Sohn Loris und wie man trotz des aktuellen Höhenflugs nicht abheben möchte.

1. Giuseppe Aversa, Ihrem Team läuft es 2019 richtig rund – was hat sich im Vergleich zur Vorrunde verändert?
Nach der unbefriedigenden Vorrunde gab es für uns keine Zweifel, dass im Winter Veränderungen von Nöten sein werden. Die Teamzusammensetzung und auch die Stimmung innerhalb der Gruppe war nicht mehr optimal, hie und da gab es sogar ‘böses Blut’. Deshalb haben wir einen Schnitt gemacht und uns von einigen Spielern getrennt, da wir bewusst nur noch auf solche setzen wollten, die sich zu 100 Prozent mit dem FC Oftringen identifizieren. Zudem haben wir unsere Trainingsformen etwas angepasst, was sich momentan ausbezahlt. Es sind jedoch erst 4 Partien gespielt, die ‘harten Brocken’ stehen uns erst noch bevor.

2. Ihr Sohn Loris hat beim 3:1 gegen Niederwil den letzten und vorentscheidenden Treffer beigesteuert, es war sein 1. Saisontor – wie ist es, wenn man den eigenen Sohnemann im Team hat?
Dieser Umstand ist doch sehr speziell, zumal Loris bereits vor mir unter dem damaligen Trainer Hansruedi Birrer Einsätze in der 1. Mannschaft hatte, ich stiess dann ein Jahr später dazu. Als Trainer muss man schon aufpassen, dass man mit dem eigenen Sohn nicht härter ins Gericht geht als mit anderen Spielern. Sie wundern sich nun bestimmt, da für Sie wie für viele andere die Gefahr grösser zu sein scheint, dass man den Junior besser als andere behandelt. Bei mir ist das Gegenteil der Fall, ich muss mich eher zügeln, damit ich von ihm nicht zu viel fordere. Aber in der Tat ist es eine Herausforderung für einen Vater, man sieht auch oft, dass gewisse Trainersöhne als Captain die Nummer 10 tragen und bevorzugt werden. Aber wie gesagt, meine Tendenz geht in die diametral andere Richtung. Das sieht man beispielsweise rein an seinen Spielminuten, die er erhält. Gegen Niederwil stand er aufgrund unserer aktuellen personellen Situation in der Startelf und hat seine Sache durchaus ansprechend gemacht.

3. Am Mittwoch kommt es zum Direktduell im Abstiegskampf gegen Frick. Wie wollen Sie verhindern, dass ihre Mannschaft nach den jüngsten Erfolgen abhebt?
Wir versuchen, den Jungs klar zu machen, dass sie jedes vergangene Spiel umgehend wieder vergessen und sich auf die nächste Partie fokussieren sollen. Unser Kader ist aufgrund der eingangs erwähnten Gründen bewusst nicht mehr so breit wie in der Vorrunde und doch rotieren wir immer mal wieder, um frisches Blut reinzubringen. Das hat bis anhin ganz gut geklappt und wir hoffen natürlich, dass wir unseren Lauf fortsetzen können.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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