Aargauischer Fussballverband

Adrian Köchli (FC Frick)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Letzte Saison frei von jeglichen Abstiegssorgen auf Rang 6 abgeschlossen läuft es dem FC Frick in dieser Spielzeit nicht so rund. Immerhin: Nach nur einem Punkt aus den letzten 9 Partien konnte man im Gastspiel beim formstarken FC Mutschellen unverhofft endlich mal wieder 3 Punkte bejubeln und so den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze halten. Der umsichtige Präsident Adrian Köchli spricht im Rahmen der «drei ???» über den mässigen Saisonstart und wagt einen Blick voraus.

1. Adrian Köchli, mit dem 3:1-Sieg gegen das formstarke Mutschellen konnte man nicht wirklich rechnen. Wie gross war der Stein, der Ihnen nach dem Schlusspfiff vom Herzen fiel?
Also erstmal möchte ich festhalten, dass für uns dieser Sieg nicht so überraschend kam wie für viele externe Beobachter. Wir wissen eigentlich schon seit Saisonbeginn, was wir drauf haben oder eben drauf hätten! Irgendeinmal musste der Wind drehen und das Glück musste auf unsere Seite kippen, egal, wie der Gegner heisst. Nichtsdestotrotz fiel nicht nur mir, sondern allen, die in irgendeiner Form mit dem FC Frick zu tun haben, nach dem Schlusspfiff ein tonnenschwerer Stein vom Herzen.

2. Nach dem guten 6. Rang in der letzten Saison läuft es diese Spielzeit mit dem praktisch identischen Kader nur mässig. Wo sehen Sie die Hauptgründe dafür?
Unser Kader ist in der Tat im Vergleich zur Vorsaison fast identisch, wir hatten im Sommer nur 2 Abgänge und 2 Zuzüge. Es ist sehr schwierig zu beurteilen, weshalb es mit den praktisch selben Spielern in dieser Saison bisher etwas harzte. Das Abschlussglück hat uns oft gefehlt und wenn man sich mal in der vielzitierten «Negativspirale» befindet, ist es äusserst schwierig, wieder aus dieser herauszukommen. Wie hat Andreas Brehme (86-facher deutscher Nationalspieler, Anm.d.Red.) einmal so treffend gesagt? «Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss!» 

3. Werden Sie im Winter auf dem Transfermarkt aktiv? Oder was muss passieren, dass der FC Frick wieder zu alter Stärke findet?
Diese Stärke haben wir weiterhin in unserem bestehenden Kader, das steht ausser Frage. Wichtig ist nun, dass wir uns im Winter gut erholen, vor allem auch mental. Wer uns kennt, der weiss, dass wir nicht ein Verein sind, der mächtig auf dem Transfermarkt herumwirbelt. Wir wissen, wo wir herkommen und was für Möglichkeiten wir haben, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Wir können nicht plötzlich einen Dario Dussin oder Goran Antic holen, das liegt bei uns schlicht nicht drin (schmunzelt). Das Kader hat weiterhin unser vollstes Vertrauen wie auch das Trainerteam, welches die Spieler nach wie vor erreicht. Wir denken positiv und müssen diese schwierige Situation gemeinsam meistern.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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