Aargauischer Fussballverband

Matthias Fässler (SC Zurzach)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die 1. Hauptrunde im Axpo Aargauer Cup wartete mit einigen Überraschungen auf: Bereits vier 2.-Ligisten mussten die Segel streichen, den wohl überraschendsten Schiffbruch erlitt der FC Oftringen beim Gastspiel in Zurzach: Gleich mit 5:2 wurden die Westaargauer vom Viertligisten aus dem Zurzibiet bezwungen! Im Rahmen der «drei ???» spricht SCZ-Präsident Matthias Fässler über den Überraschungscoup seiner Zurzacher, den nächsten Cup-Gegner Brugg und den weiteren Saisonverlauf.

1. Matthias Fässler, Hand aufs Herz, haben Sie mit einem Sieg über den Zweitligisten aus Oftringen gerechnet?
Wir verfügen zwar über eine junge, talentierte Mannschaft, aber dass wir so einen Coup landen würden, hätten wir beim besten Willen nicht gedacht, da muss viel zusammenpassen. Es war ein richtiger Cup-Fight, wie er im Buche steht – hartumkämpft, aber stets fair. Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass wir 3 Senioren auf der Bank hatten, etwa 6 unserer Spieler waren abwesend. Wir wissen, dass unser Team Talent hat, es besteht fast ausnahmslos aus eigenen Junioren. Dass es aber zu so einer Leistung fähig ist, hätten wir nicht für möglich gehalten. Das Weiterkommen schmeckt umso süsser, da wir in der letzten Saison ebenfalls gegen Oftringen spielten und bis zur 88. Minute mit 2:1 in Führung lagen – dann kassierten wir jedoch noch zwei Gegentore und unterlagen schliesslich mit 2:3.

2. Die Auslosung hat ergeben, dass Sie im Sechzehntelfinal zuhause auf den Drittligisten Brugg treffen – zufrieden mit dem Los?
Das wusste ich noch gar nicht, danke für die schönen Neuigkeiten (lacht). Brugg ist ein grosser Name, ein Traditionsverein, das wird eine grosse Herausforderung. Mein Wunschgegner wäre zwar Klingnau gewesen, aber Brugg ist auch ein sehr schönes Los, da freuen sich Spieler und Fans darauf!

3. Sie sind mit 6 Punkten aus zwei Spielen in der 4.-Liga gestartet und nun dieser Coup im Cup – wird das die Saison des SC Zurzach?
Mit dem neuen Modus in der 4. Liga geht es in einem ersten Schritt einmal darum, unter die ersten 7 zu kommen, dann werden die Karten wieder neu gemischt. Unser Ziel ist es nicht, dieses Jahr aufzusteigen, wir streben den langfristigen Erfolg an und möchten weiter auf eigene Junioren bauen. Wenn wir so weitermachen, wird der Erfolg und der Aufstieg in die 3. Liga automatisch kommen, davon bin ich überzeugt.

zurück

Teste dich jetzt:

30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Facebook-Stream

Football-Pool