Aargauischer Fussballverband

Safet Ajeti (FC Spreitenbach)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Von vielen bereits abgeschrieben, doch nun scheint der FC Spreitenbach rechtzeitig auf der Zielgeraden in Fahrt zu kommen. Der 1:0-Heimsieg über Lenzburg war bereits der zweite Sieg in Folge, womit die Spreitenbacher 3 Runden vor Schluss bis auf 3 Punkte auf einen Nicht-Abstiegsplatz heranrücken. Trainer Safet Ajeti, der seit fast 5 Jahren beim FCS an der Seitenlinie steht, stellte sich den «drei ???».

1. Safet Ajeti, weshalb läuft es Ihrem Team plötzlich, jetzt wo die entscheidende Phase ansteht?
Fussball ist ein interessantes und oft unberechenbares Spiel, das nicht immer erklärbar ist. Bereits in den Spielen vor den 2 Siegen war ein deutlicher Aufwärtstrend auszumachen, nun haben sich die guten Leistungen endlich auch auf die Resultate ausgewirkt. Man darf zudem nicht vergessen, dass uns mit beispielsweise Labinot Osmani und Boris Dabic immer mal wieder Schlüsselspieler gefehlt haben. Gerade Boris ist für uns wie Ronaldo für Real Madrid oder Messi für Barcelona – wenn er fehlt oder es ihm nicht läuft, dann ist das ein grosser Nachteil für die Mannschaft. Als er auf dem Platz stand, haben wir so glaube ich keinen einzigen Match verloren. Unsere Leistung war aber auch sonst nie grottenschlecht, wir haben nie eine Kanterniederlage wie andere Teams erlitten.

2. Ihre Offensive kommt diese Saison nicht so richtig in die Gänge (Nur 1 Tor pro Spiel, letzte Saison 2). Wo sehen Sie die Gründe?
Resultate lügen nun mal nicht. Wir haben einige Offensivspieler im Winter geholt und jeder Transfer ist mit einem gewissen Risiko verbunden. Sie haben absolut recht, unsere Offensive hat über die gesamte Saison hinweg nicht das geleistet, was wir uns vorgestellt haben. Unser eigentlicher Goalgetter Labinot Osmani hatte auch nicht jene Form, die er während der letzten 2 Jahre an den Tag legte. Mit Marc Friedli haben wir im Sommer zudem einen Schlüsselspieler verloren, da er leider seine Karriere beendet hat.

3. Konkurrent Fislisbach und die Mittelfeld-Clubs Othmarsingen und Frick – wie sehen Sie bei 3 Punkten Rückstand den letzten 3 Duellen entgegen?
Es sind allesamt wie Cupspiele, wo es um alles oder nichts geht. Am Samstag treffen wir auf Fislisbach, das von meinem langjährigen guten Freund Diego Brühwiler trainert wird. Es würde mir für Diego wirklich sehr leidtun, wenn wir die Fislisbacher schlagen, aber natürlich werden wir es mit allen Mitteln versuchen, denn nur dann haben wir noch eine Chance. Wenn wir die 3 Punkte holen, dann haben wir den Ligaerhalt in den eigenen Füssen.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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