Aargauischer Fussballverband

Kurt Etter (FC Mellingen)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der FC Mellingen hat sich im Heimspiel gegen Mutschellen dank einem Tor von Yannick Brühlmann tief in der Nachspielzeit ein 3:3 erkämpft. Dank einer bisher starken Rückrunde sind die Hoffnungen der Mellinger auf den Ligaerhalt weiter intakt – Trainer Kurt Etter stellte sich nach dem Punktgewinn gegen Mutschellen den «drei ???».

1. Kurt Etter, 3:3 gegen Mutschellen – ein Punkt gewonnen oder zwei verloren?
Wenn man so kurz vor Schluss noch den Ausgleich erzielt, ist es klar ein gewonnener Punkt. Wenn man jedoch das gesamte Spiel betrachtet, kann man darüber streiten, auch wenn es von unserer Seite sicherlich keine optimale Darbietung war. Unsere Heimspiele wollen wir aber prinzipiell immer gewinnen, besonders in unserer aktuellen Lage.

2. 8 Spiele in der Rückrunde, 3 Siege, 4 Remis und bloss eine Niederlage – was macht den FCM Ausgabe 2018 so stark?
Wir haben endlich genügend Anzahl Spieler in den Trainings, in der Vorrunde war die Trainingspräsenz gelinde gesagt katastrophal. Dabei ist es enorm wichtig, dass wir in den Übungseinheiten gut arbeiten können, denn wir haben beispielsweise im Gegensatz zum Grossteil der anderen 2.-Liga-Teams keinen einzigen Spieler in unseren Reihen, der in der 2. Liga interregional oder höher gespielt hat. Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist generell schwierig, auch weil die erste Euphorie verflogen ist und unbewusst eine gewisse Zufriedenheit oder Bequemlichkeit einsetzt. Es bedurfte in der Winterpause einiges an Einzelgesprächen und Sitzungen, in welchen wir den Spielern unter anderem Statistiken der Trainingsbesuche vorlegten und ihnen klipp und klar sagten, was wir in der Rückrunde erwarten.

3. Sie liegen nun punktgleich mit Fislisbach auf Rang 12 – wie schauen Sie den letzten 5 Spielen entgegen?
In unserer Lage sollten wir in jedem Spiel punkten. Unser Restprogramm gestaltet sich zwar als ziemlich happig, doch wenn wir unsere Chance auf den Ligaerhalt wahren wollen, müssen wir einfach alles raushauen. Nach der Vorrunde und 4 Punkten Rückstand aufs rettende Ufer haben uns viele bereits abgeschrieben, doch wir sind immer noch da!

zurück

21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Teste dich jetzt:

Facebook-Stream

Football-Pool