Aargauischer Fussballverband

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und vor allem viele Tore geboten! In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball nicht weniger als 405 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4.5 Treffer pro Spiel bedeutet. Zum Vergleich: In der vergangenen Spielzeit mussten die Torhüter in den 182 Partien insgesamt 717 Mal hinter sich greifen – durchschnittlich 3.94 Mal pro Partie. Die Fans konnten im Vergleich zur letzten Spielzeit an einem Matchbesuch der Vorrunde also ziemlich genau im Schnitt ein halbes Tor mehr bestaunen. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle zeichnet sich ein Zweikampf zwischen den punktgleichen Teams des FC Gontenschwil und der Eagles Aarau ab und auch um den ominösen Strich liegt alles nahe beisammen. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur Hinrunde aus?
Diese fällt für mich sportlich betrachtet äusserst positiv aus. Ich habe das Gefühl, dass ich diese Saison bislang die qualitativ besseren Spiele gesehen habe im Vergleich zur vergangenen Spielzeit – und diese Meinung teile nicht nur ich. Dies hängt sicherlich auch mit den Zuzügen einiger Top-Spieler wie Sven Lüscher (Gontenschwil), Nenad Bijelic (Lenzburg), Goran Antic oder Dario Dussin (beide Suhr) zusammen. Nur schon ein einziger Spieler mit einer solchen Qualität in einer Mannschaft kann das Niveau einer 2.-Liga-Partie schon erheblich anheben.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Positiv überrascht hat mich der FC Gontenschwil, der vergangene Saison noch um den Abstieg gekämpft hat und nun als Leader überwintert. Möglicherweise spielten die Wynentaler in der letzten Spielzeit eher etwas unter ihren Möglichkeiten und konnten nun ihr Potenzial ausschöpfen, das ist aber schwierig zu beurteilen.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir, dass der Kampf um den Titel, aber auch jener um den Abstieg weiterhin derart spannend bleibt. Hauptsächlich hoffe ich aber, dass es keine solch gravierende Verletzungen mehr zu beklagen gibt, wie es diese Hinrunde leider der Fall war, beispielsweise jene von Sven Lüscher oder Gezim Zeqiraj. Leider hatten wir in Sachen Fairplay äusserst negative Beispiele zu beklagen. Es gab Vorfälle, die früher in der 4. oder 5. Liga geschehen wären und sich heute leider auf die 2. Liga ausgeweitet haben. Dies ist genau das, was wir nicht wollen und in aller Form verurteilen, vor allem auch, weil es unsere höchste Liga ist und ihre Protagonisten auch in gewisser Weise eine Vorbildfunktion ausüben.

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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