Aargauischer Fussballverband

Durim Ibrahimi (FC Frick)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Gleich mit einer 7:0-Packung hat der FC Frick in der 12. Runde den FC Koblenz nach Hause geschickt. Einer ragte dabei besonders aus dem starken Fricker Kollektiv heraus: Durim Ibrahimi. Der Stürmer erzielte zwischen der 47. und 68. Minute famose 4 Treffer und war somit der unbestrittene Matchwinner. Nach dieser herausragenden Leistung stellte sich Ibrahimi den «drei ???»

1. Durim Ibrahimi, was hast du in der Pause für einen Tee getrunken, dass du nach dem Seitenwechsel derart «explodiert» bist?
Hand aufs Herz, ich habe nichts anderes als Wasser zu mir genommen (lacht). Der Trainer (Samuele Drakopulos, Anm.d.Red.) hat in der Kabine die richtigen Worte gefunden, vor allem diese haben mich enorm gepusht. In Halbzeit 1 hatte ich oft mit mir selber gehadert und die falschen Entscheidungen getroffen. Der Coach sagte mir, ich solle nur weiter an mich glauben, dann werde ich sicherlich einmal treffen. Dass es gleich vier Tore sein werden, hat wohl auch ihn überrascht (schmunzelt).

2. Sind dir in deiner bisherigen Karriere schon einmal in solch kurzer Zeit 4 Treffer gelungen?
Als Junior sind mir zwar viele Tore gelungen, doch an vier Treffer in nicht einmal 20 Minuten kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Zudem war es ja auch noch ein sogenannter lupenreiner Hattrick, weshalb ich eigentlich den Matchball nach dem Spiel mit nach Hause nehmen wollte, wie man es als Hattrick-Schütze ja üblicherweise praktiziert. Leider wurde es mir verboten (lacht).

3. Aktuell liegst du mit dem FC Frick auf Rang 6 im Mittelfeld, im Cup seid ihr ausgeschieden. Was wollt ihr diese Saison noch erreichen?
Im Sommer definierten wir intern das Saisonziel so, dass wir die bisherige Spitzenplatzierung des FC Frick in der 2. Liga (Rang 3) toppen wollen. Das ist meiner Meinung nach zweifellos weiterhin möglich.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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