Aargauischer Fussballverband

Urs "Longo" Schönenberger (Trainer AFV-Allstars)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Am Samstag treffen die AFV-Allstars, eine Auswahl der besten 2.-Liga-Spieler der abgelaufenen Saison, um 18 Uhr in Seengen auf den Challenge-Ligisten FC Aarau. Trainiert werden die Allstars wie bereits an der Premiere vor Jahresfrist, als ein respektables 1:3 erreicht wurde, von Urs «Longo» Schönenberger. Der ehemalige Übungsleiter von unter anderem Aarau und Thun – mit den Berner Oberländern schrieb der heute 58-Jährige 2005 das «Champions-League-Märchen» – stellte sich den Fragen der «drei ???».

1. Urs «Longo» Schönenberger, vor einem Jahr hielten die AFV-Allstars gegen Aarau bis zur Halbzeit ein 0:0 und zeigten insgesamt eine tolle Leistung. Was darf man dieses Jahr erwarten?
Wir hoffen, dass wir wieder eine ähnlich tolle Darbietung wie im Vorjahr abrufen können. Jeder der 18 Spieler ist extrem motiviert, kennt das Resultat von letztem Jahr und weiss um die gute Leistung, welche die damaligen AFV-Allstars geboten haben, welche sie natürlich toppen wollen. Selbstverständlich kommt es auch auf den FC Aarau an, wie wir schlussendlich dastehen werden. Vor Jahresfrist wurden wir zweifellos etwas unterschätzt und hatten sehr stark begonnen inklusive guter Torchancen. Wenn die Aarauer uns dieses Jahr nicht mehr ganz so auf die leichte Schulter nehmen werden, wird sich ihre Klasse durchsetzen.

2. Was haben Sie für einen ersten Eindruck der aktuellen 2.-Liga-Auswahl gewonnen?
Alle Spieler sind fit und haben im ersten Training ein hohes Tempo angeschlagen. Es wurde gut trainiert und auf meine Ideen eingegangen, ob diese am Samstag umgesetzt werden können, wird sich zeigen. Im Vergleich zum letzten Jahr muss ich sagen, dass der Rhythmus und die Qualität doch etwas höher sind. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Pause zwischen dem letzten Meisterschaftsspiel und dem AFV Allstar-Game in diesem Jahr deutlich kürzer ist, sodass nur wenig an Fitness verloren gehen kann. Man darf echt gespannt auf die Performance des Teams am Samstag sein.

3. Wie würden Sie jemandem einen Besuch am Samstag in Seengen schmackhaft machen?
Es sind die Besten der Besten der 2. Liga zu bestaunen, jeder Spieler spielt in seinem Club eine tragende Rolle und hat eine starke Saison gespielt. Diese Spieler zusammen sind absolut gewillt, am Samstag «eine gute Falle zu machen» und haben eine schöne Zuschauerkulisse verdient.

 

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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