Aargauischer Fussballverband

Aleksandar Veljanovski (FC Windisch)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der FC Windisch konnte im Derby den FC Brugg mit 2:1 bezwingen und schöpft so ein klein wenig Mut im Abstiegskampf, auch wenn der Rückstand des Schlusslichts aufs rettende Ufer noch immer beträchtliche 8 Punkte beträgt. Nach einer mageren Hinrunde mit nur 7 Punkten in 13 Spielen (0.54 Punkte/Spiel) konnte man sich in der Rückserie etwas steigern und holte immerhin aus den bisherigen 8 Partien deren 10 Zähler (1.25 Punkte/Spiel). Trainer Aleksandar Veljanovski, seit Anfang Jahr Übungsleiter der Windischer, stellte sich nach dem Derbysieg den „drei ???“.

1. Aleksandar Veljanovski, wie gut hat der Sieg über Brugg dem Gemüt getan?
Sehr gut, schliesslich sind Derbysiege etwas Wunderbares, es gibt uns bestimmt noch einen Extra-Schub für die kommenden Aufgaben. Wir wollten die 3 Punkte um jeden Preis und haben von der ersten bis zur letzten Sekunde gefightet. Wir standen vor dem Spiel mit dem Rücken zur Wand, doch für ein Derby musste ich keinen speziell motivieren.

2. Wie wollen Sie bei 5 verbleibenden Spielen und 8 Zählern Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz das quasi Unmögliche noch möglich machen?
Wir rechnen nicht, sondern nehmen einfach Spiel für Spiel, als nächstes wollen wir unbedingt gegen Wettingen punkten. Abgerechnet wird erst zum Schluss. Aber klar muss man ehrlich zugestehen: Es wird sehr schwer, den Klassenerhalt noch zu schaffen.

3. Wären Sie bereit, den FC Windisch auch im Falle eines Abstiegs in die 3. Liga weiter zu coachen?
Solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, befassen wir uns nicht mit der nächsten Saison. Nur so viel: Mir gefällt es sehr in Windisch!

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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