Aargauischer Fussballverband

Samuele Drakopulos (FC Frick)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Über Frick scheint aktuell die Sonne: Seit der Niederlage zum Rückrunden-Auftakt gegen Leader Wettingen haben die seither ungeschlagenen «Füchse» aus den vergangenen 5 Partien satte 11 Punkte geholt und sich dazwischen nach zuletzt 2 Halbfinal-Pleiten erstmals für den Aargauer Cupfinal qualifiziert. Seit dieser Rückrunde Übungsleiter der Fricker ist Samuele Drakopulos, der in seiner aktiven Karriere als Stürmer unter anderem für Aarau, GC, YB und Baden auf Torejagd ging. Nach dem souveränen 3:0-Erfolg seiner Mannschaft in Kölliken hat sich der 42-Jährige den «drei ???» gestellt.  

1. Samuele Drakopulos, Ihre Laune dürfte aktuell ziemlich gut sein, oder?
Natürlich, es wäre ja schlimm, wenn dem nicht so wäre (schmunzelt). In erster Linie freut es mich aber für die Mannschaft.

2. Wo sehen Sie die Gründe für den aktuellen Lauf ebendieser Mannschaft?
In erster Linie verfügt sie über ein enormes Potenzial. Der aktuelle Erfolg hat seinen Ursprung hauptsächlich in der Vorbereitung im Winter, in welcher wir physisch und auch taktisch hart gearbeitet haben. Diese beiden Komponenten gepaart mit dem vorhandenen Talent und der Lernwilligkeit des Teams sind die Hauptgründe für unseren Lauf. Verstehen Sie mich nicht falsch, mein Vorgänger Heini Meier hat hervorragende Arbeit geleistet und den FC Frick in die 2. Liga geführt und ihn dort etabliert. Jedoch bemerkte ich bei meinem Amtsantritt im Winter, dass die Mannschaft physisch und taktisch nicht auf dem Niveau ist, das ich mir wünsche. Nach der harten Vorbereitung bekam ich ein top Feedback der Jungs, die verblüfft waren, was alles möglich ist, wenn man körperlich und auch taktisch «parat» ist.

3. Neben der Qualifikation für den Cupfinal läuft es Ihnen auch in der Meisterschaft. Träumt man in Frick bereits vom ganz grossen Coup, sprich dem Double?
Im Fussball ist alles möglich, der Ball ist ja bekanntlich rund. Unsere erste Priorität ist jedoch der frühzeitige Ligaerhalt. Ein weiteres Ziel war das Erreichen des Cupfinals, dieses haben wir nun geschafft. Nun wollen wir diesen Cupfinal natürlich auch für uns entscheiden! In der Meisterschaft warten wir mal ab, bis wir den Ligaerhalt gesichert haben, dann sehen wir weiter. Das Double wäre eine absolute riesige Sensation, aber doch ziemlich unrealistisch, denn es sind doch 6 Punkte, die wir hinter Leader Wettingen liegen. Hätten wir das 1. Rückrunden-Spiel gegen die Wettinger nicht verloren, würde die Situation heute vielleicht ganz anders ausschauen. Aber träumen ist natürlich trotzdem erlaubt (schmunzelt).

zurück

21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Teste dich jetzt:

Facebook-Stream

Football-Pool