Aargauischer Fussballverband

Roger Küng (FC Othmarsingen)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Letzte Saison nur dank der geringeren Anzahl Strafpunkte dem Abstieg entgangen, trumpft der FC Othmarsingen in dieser Spielzeit bislang gross auf: Aus den ersten 12 Partien holte man deren 23 Punkte und ist mit nur einem Zähler Rückstand erster Verfolger von Leader Wettingen. Vor dem 2:1-Sieg gegen das ambitionierte Gränichen wurde Captain und Torhüter Roger Küng für seinen 250. Einsatz im FCO-Dress geehrt und stellte sich danach glücklich den „drei ???“.

1. Roger Küng, sie hüten seit 2005 das Othmarsinger Tor – ist das seither der beste FCO?
Fussballerisch sind wir seit ich im Verein bin zweifellos am besten aufgestellt. Doch wir sollten uns nicht blenden lassen – im Fussball ist immer alles möglich, plötzlich hast du mit Sperren und Verletzungen zu kämpfen und verlierst ein paar Mal, schon sieht die Welt wieder anders aus. Wir haben unsere Spiele allesamt immer knapp meist mit einem Tor Unterschied gewonnen. Aber natürlich kann das gerne in Zukunft so bleiben, auch für die knappen Siege gibt es schliesslich 3 Punkte (schmunzelt).

2. Hat man nach der doch schwierigen letzten Saison im Verein mit einer solchen Performance gerechnet?
Vor allem haben wir nicht damit gerechnet, dass die vergangene Saison so schwierig wird. Dass wir dank der geringeren Anzahl Strafpunkte nicht abgestiegen sind, spricht doch für den Charakter der Mannschaft, der auch in dieser Saison top ist. Zudem schiessen wir nun auch endlich mehr Tore (32 in 12 Spielen, Anm.d.Red.) und die Disziplin vor allem auch untereinander hat sich verbessert. In der letzten Spielzeit gab es Phasen, da haben wir uns fast „d Grinde igschlage“, beispielsweise nach dem 1:6 in Schöftland, als wir untereinander wirklich nicht einer Meinung waren. Doch nun ziehen wir allem an einem Strang, was sich ausbezahlt.

3. Auch neben dem Platz läuft es momentan rund: Mit der Rückkehr von Goalgetter Gezim Zeqiraj aus Brugg ist dem FCO offenbar ein Transfercoup gelungen. Greift ihr in der Rückrunde nun ganz nach den Sternen?
Ja, der Wechsel ist offiziell, das kann ich bestätigen. Gezim kehrt nicht zurück, er kommt nach Hause – so möchte ich das ausrücken. Mehr Othmarsinger als Gezim kann man fast nicht sein, er wohnt schliesslich nur etwa 100 Meter vom Sportplatz Falkenmatt entfernt. In dieser 2. Liga kann man nicht sagen, dass man nach den Sternen greifen und voll angreifen möchte, sie ist schlicht zu stark und alles ist sehr eng beisammen. Jedoch träumen bei uns viele Spieler vom Cupsieg, inklusive mir. Dies hat man auch bei unserem Achtelfinal-Sieg gegen Wettingen gesehen, als wir eine extrem starke Leistung ablieferten. In der Meisterschaft ist unser Ziel eigentlich nach wie vor der Ligarhalt, dieses sollten wir jedoch bald erreicht haben (schmunzelt).

zurück

Teste dich jetzt:

30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Facebook-Stream

Football-Pool