Aargauischer Fussballverband

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Zum Abschluss der Hinrunde wurde in der 2. Liga AFV nochmals Spektakel pur geboten. Ganze 35 Tore bekamen die Zuschauer am 13. Spieltag zu sehen, was einen Schnitt von exakt 5 Treffern pro Partie bedeutet. Und auch an Spannung ist die Liga kaum zu überbieten: Die ersten 4 Mannschaften sind in der Tabelle gerade mal durch ein einziges Pünktchen getrennt. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur Hinrunde aus?
Absolut positiv! Es ist natürlich überaus erfreulich, dass sich unsere höchste Liga derart spannend präsentiert. Aus meiner Sicht kommen noch immer 11 Mannschaften für den Meistertitel in Frage, diese sind lediglich durch 7 Punkte getrennt, ganz vorne ist es ja sogar noch enger. Wenn ich mir den Elfplatzierten aus Spreitenbach anschaue, wird dieser sicherlich den Blick nach vorne richten, bei dem Lauf, den er zuletzt hatte. Eher überraschend ist für mich, wer unter dem Strich klassiert ist, auch da ist Spannung garantiert. Gerade Gontenschwil und Kölliken werden in der Rückrunde alles daran setzen, da unten raus zu kommen.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Dazu gehören alle vier Aufsteiger, keiner ist zurzeit direkt in den Abstiegskampf involviert, auch wenn das natürlich schnell ändern kann. Besonders sticht der FC Koblenz heraus, der auf dem zweiten Rang überwintert, wenngleich diese Momentaufnahme aufgrund der geringen Abstände zwischen den Plätzen mit Vorsicht zu geniessen ist. Der Fakt, dass Koblenz der bestklassierte Aufsteiger ist, bestätigt auch unseren Entscheid aus der vergangenen Saison, Aufstiegsspiele auszutragen. In einem setzten sich die Koblenzer „nur“ als Gruppendritter auswärts in Entfelden durch. Weitere Überraschungen waren im Axpo Aargauer Cup zu beobachten, wo überdurchschnittlich viele Unterklassige gegen Oberklassige eine Überraschung schafften und mit Juventina Wettingen gar ein Viertligist im Viertelfinal vertreten ist.

3. Wenn Sie sich zu Weihnachten etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Zum einen soll es bitte weiterhin so fair bleiben wie bis anhin. Ich bin nun seit eineinhalb Jahren auch Mitglied der Kontroll- und Disziplinarkommission und es ist schön zu beobachten, was sich in der 2. Liga abspielt. Wir hatten sehr oft Runden, wo es keine einzige rote Karte gab, daran könnten wir uns natürlich gewöhnen (schmunzelt). Weiter gab es, wie ich hörte, kaum schwerwiegende Verletzungen zu beklagen, auch das ist höchst erfreulich. Zu guter Letzt wünsche ich mir, dass es wenn möglich wie im vergangenen Jahr bis zur letzten Runde oben und unten spannend bleibt. Eine schöne Steigerung wäre natürlich, wenn drei oder gar mehr Mannschaften am letzten Spieltag noch Meister werden könnten.

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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