Aargauischer Fussballverband

Luca Prota (FC Spreitenbach)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach nur einem Punkt aus den ersten sechs Saisonspielen gelang dem FC Spreitenbach im Heimspiel gegen Kölliken endlich der lang ersehnte Befreiungsschlag. Dank dem 7:1-Kantersieg konnten die Ostaargauer den letzten Tabellenplatz verlassen und neuen Mut schöpfen. Seit 2009 Präsident des FC Spreitenbach ist Luca Prota, der sich erleichtert den „drei ???“ stellte.

1. Luca Prota, wie gross war der Stein, der Ihnen nach dem Sieg über Kölliken vom Herzen fiel?
Ganz ehrlich, mit diesem Stein, der uns da vom Herzen fiel, haben wir im Aargau einen regelrechten Tsunami ausgelöst (lacht). Aber Spass beiseite, nach der bitteren Cup-Niederlage gegen Wettingen erst im Elfmeterschiessen war dieses Erfolgserlebnis für die Jungs wirklich enorm wichtig.

2. Was war in diesem Spiel anders als bei den sechs vorangegangen, in denen man nur einen Punkt holte und lediglich 6 Tore erzielte?
Wir haben wieder die Tiefe in unserem Spiel gefunden. Zudem hat diesmal auch keiner die Hände verworfen, wenn es mal kurz nicht so gelaufen ist und wir konnten endlich mal praktisch in Bestbesetzung antreten. Weiter hatten wir auch das Glück, das uns in den ersten Partien so oft gefehlt hatte. Man spürte halt schon, dass eine gewisse Blockade da war, doch wir haben unseren angestauten Frust so richtig weggeballert.

3. Denken Sie, dass der Knopf nun gelöst ist und die Mannschaft zu alter Stärke zurückfindet (Platz 4 in der Vorsaison, Anm.d.Red)?
Ich fasse Holz an! Es war ein Befreiungsschlag, mehr aber auch nicht, auf diesen sollte man sich nichts einbilden. Wenn wir aber von Verletzungen und unnötigen Karten verschont bleiben, mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Ich bin dann sogar überzeugt, dass wir in der Rückrunde nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden. Unsere Mannschaft ist in etwa die gleiche Mannschaft wie in der tollen Vorsaison, diese Jungs haben das Fussballspielen ja nicht plötzlich verlernt.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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