Aargauischer Fussballverband

Daniel Züfle (FC Turgi)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Chance war vernichtend klein, und doch hat der FC Turgi sie genutzt. Der Viertligist eliminierte im Sechzehntelfinal des Axpo Aargauer Cup den oberklassigen FC Kölliken aus der 2. Liga dank einem Treffer in der 112. Minute mit 2:1 nach Verlängerung und schaffte damit DIE Sensation der Cup-Runde. Seit über 15 Jahren hält Captain Daniel Züfle dem FC Turgi die Treue und zeigte sich am Morgen nach der „magischen Nacht“ überglücklich und stolz.

1. Daniel Züfle, es darf angenommen werden, dass es eine ziemlich kurze Nacht für Sie und Ihre Teamkollegen gewesen ist?
Es ging noch, die grosse Fete ist nicht gestiegen, da wir halt alle heute Morgen wieder arbeiten mussten. Aber die Freude war bei allen natürlich riesig, für mich persönlich war es in 15 Jahren FC Turgi sicherlich eines der „geilsten“ Spiele überhaupt, das ich erleben durfte, gerade auch von der Mannschaftsleistung her. Toppen kann dieses Erlebnis nur noch der Cupfinal, den wir damals als D-Junioren erreicht hatten.

2. Nachdem Sie den Ausgleich in der 87. Minute hinnehmen mussten, Hand aufs Herz, haben sie noch an den Coup geglaubt?
Ich habe immer daran geglaubt und sagte der Mannschaft vor Anpfiff, dass es wohl das einzige Spiel der ganzen Saison sein wird, an welches wir uns länger zurückerinnern werden, egal was passiert. Ein Cup-Match gegen einen Zweitligisten bleibt einem als Viertliga-Kicker einfach im Gedächtnis. Gestern hatten wir genug Konter-Chancen nach weiten Bällen, Kölliken wurde eigentlich nur bei Standards gefährlich. Nach Ablauf der regulären Spielzeit und dem späten Gegentreffer bemerkte ich aber schon, dass die meisten von uns ziemlich niedergeschlagen waren, also versuchte ich als Captain, sie wieder aufzurichten und zu pushen. Viele Spieler waren absolut am Anschlag und einige hatten Krämpfe, doch alle zusammen haben wir die Sensation geschafft, wovon ich absolut überzeugt gewesen bin - unser Trainerteam hatte uns auch top auf den Gegner eingestellt. Es war nun mal einfach unser Match und eine „magische Nacht“.

3. Wen wünschen Sie sich am 28. September bei der Auslosung (live per Video-Stream auf der AFV-Facebookpage) als Achtelfinal-Gegner?
Eigentlich wünschte ich mir Titelverteiger Klingnau, da dort ein guter Kollege das Tor hütet und wir schon scherzten, dass wir ihm ein paar Tore reinhauen werden (schmunzelt). Nach dem Ausscheiden von Klingnau wäre nun aber Brugg ein Traumlos, als „Turgemer“ möchte man eigentlich immer gegen Brugg spielen, so ein Derby wäre einfach nur bombastisch.

zurück


Teste dich jetzt:

30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Facebook-Stream

Football-Pool