Aargauischer Fussballverband

Guido Rufer (FC Brugg)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen den aktuellen Leader Gränichen konnte der FC Brugg zuletzt 3 Siege in Folge feiern und steht nach 4 gespielten Runden auf Rang 2. Vor allem der Last-Minute-Sieg beim amtierenden Cupsieger Klingnau hat aufhorchen lassen, zumal die Prophetenstädter als erstes Team im Jahr 2016 überhaupt die Klingnauer bezwingen konnten. Präsident Guido Rufer, seit Frühling 2015 im Amt, stellte sich merklich gut gelaunt und angriffig den „drei ???“.

1. Guido Rufer, mit welchen Ambitionen und Visionen haben Sie 2015 ihr Präsidenten-Amt angetreten?
Meine Vision war und ist es, so bald als möglich einen Kunstrasen errichten zu lassen. Wir sind dabei absolut im Fahrplan, ich habe diesbezüglich mit der Stadt Brugg bereits eine Projektgruppe gegründet. Weiter wollten wir die 1. Mannschaft auf Vordermann bringen, was uns mit gezielten und qualitativ guten Zuzügen durchaus gelungen ist.

2. Wo sehen Sie die Gründe, dass Ihr FC Brugg in dieser Saison so gut aus den Startlöchern gekommen ist?
Zum einen bestechen wir durch Kontinuität. Zum anderen haben wir mit dem Trainer der 1. Mannschaft (Roland Leiss, Anm.d.Red.) erstmals überhaupt einen Zweijahresvertrag ausgehandelt, was Sicherheit und Ruhe zur Konsequenz hat. Weiter haben wir ein hervorragendes Team, wobei wir die Früchte der bereits letzte Saison tollen Arbeit langsam aber sicher ernten können. Wir sind absolut auf dem richtigen Weg und greifen nun so richtig an!

3. Als erstes Team überhaupt konnte Brugg den FC Klingnau im Jahr 2016 bezwingen – kann man diese Saison bis ganz zum Schluss an der Spitze mitmischen?
Ich bin davon absolut überzeugt. In den ersten 4 Spielen zeigten wir sehr gute Leistungen und mit 9 von 12 möglichen Punkten können wir absolut zufrieden sein. Wir möchten bis zuletzt um den Aufstieg mitspielen – wenn es schlussendlich nicht klappen sollte, versuchen wir es halt nächstes Jahr wieder. Doch mit Brugg ist in dieser Saison definitiv zu rechnen!

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16.10.2019

Adis Kajtazovic (FC Entfelden)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Alle 3 bisherigen Runden im Axpo Aargauer Cup hat Drittligist Entfelden überstanden – und dabei dreimal einen Zweitligisten ausgeschaltet! Nach Oftringen und Titelverteidiger Mutschellen musste am Dienstagabend im Derby auch der FC Gränichen nach einem dramatischen Sieg inklusive Last-Minute-Ausgleich mit anschliessendem Elfmeterschiessen dran glauben. Der Trainer der «Riesentöter», Adis Kajtazovic, stellte sich nach dem abermaligen Coup seiner Mannschaft den «drei ???».

1. Adis Kajtazovic, wie war es während des Dramas gestern Abend gegen Gränichen um Ihre Nerven bestellt?
Nervlich war es in der Tat eine enorme Belastungsprobe. Bereits die beiden Cup-Spiele zuvor gingen zwar ins Elfmeterschiessen (Oftringen) beziehungsweise in die Verlängerung (Mutschellen), aber dieses Mal war es schon sehr speziell, zumal wir in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft waren und dann mit dem allerletzten Angriff inklusive stürmenden Torwart doch noch zum verdienten Ausgleich kamen. Der Sieg wurde natürlich ausgiebig gefeiert, ich für meinen Teil hatte vorsorglich heute Mittwochmorgen in quasi weiser Voraussicht frei genommen (schmunzelt).

2. Die «Rolle des David» scheint Ihnen und Ihrem Team zu liegen! Wie erklären sie es sich, dass sie nun dreimal in Folge einen Zweitligisten eliminiert haben?
Da muss ich etwas ausholen: Nach meiner Rückkehr nach Entfelden im vergangenen Winter spielten wir eine sensationelle Rückrunde, sodass wir uns für diese Saison sowohl in der Meisterschaft, als auch im Cup hohe Ziele steckten. In der Vorbereitung testeten wir bewusst gegen vier Zweitligisten, sodass wir uns an ein hohes Tempo gewöhnen konnten. Starke Gegner scheinen uns grundsätzlich zu behagen, haben wir in der Meisterschaft doch gegen höher eingeschätzte Teams gewonnen und alle drei Niederlagen gegen schwächere, tief stehende Teams bezogen. Dieses «Problem» ist definitiv im mentalen Bereich anzusiedeln und daran müssen wir arbeiten. Aber momentan geniessen wir unseren Höhenflug, auch für mich ist diese Cup-Kampagne in meinen über 15 Jahren Trainer beim FC Entfelden ein absolutes Highlight. Nachdem wir damals zweimal in den Aufstiegsspielen gescheitert waren, trennten sich die Wege von mir und dem FC Entfelden, woraufhin es sportlich mit der 1. Mannschaft doch ziemlich bergab ging, sodass man mich wieder zurückholte. Dass es nun so gut läuft, ist auch für mich persönlich eine grosse Genugtuung. Sowohl als Spieler, wie auch als Trainer stand ich noch nie in einem Cupfinal. Stellen Sie sich vor, ich habe nicht einmal im Cup-Wettbewerb überwintert, spätestens im Achtelfinal war jeweils Schluss! Nachdem bereits so viele Zweitligisten gescheitert sind, bietet sich uns nun eine fast schon historische Chance, etwas ganz Grosses zu erreichen.

3. Nun stehen Sie bereits im Viertelfinal – wen wünschen Sie sich als Gegner?
Das ist eine ganz schwierige Frage. Eigentlich wünscht man sich ja jeweils einen Gegner aus der gleichen oder einer tieferen Liga. Doch wenn man bedenkt, dass wir bislang drei Zweitligisten ausgeschaltet haben, wäre es vielleicht gar nicht mal so verkehrt, wenn wir noch einen vierten zugelost bekommen (lacht). Bei Ihrer Frage befinde ich mich etwas in einer Zwickmühle, aber nüchtern betrachtet wäre ein schwächerer Gegner schon mal schön (schmunzelt).

 

12.09.2018

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