Aargauischer Fussballverband

Hansruedi Birrer (FC Gränichen)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Letzte Saison im Aufstiegs-Fernduell mit dem SC Schöftland knapp den Kürzeren gezogen, ist der FC Gränichen mit 7 Punkten aus 3 Spielen durchaus erfolgreich in die aktuelle Spielzeit gestartet. Bei den Westaargauern neu an der Seitenlinie steht seit diesem Sommer Hansruedi Birrer. Der langjährige Trainer von Rothrist und Schöftland trainierte zuletzt den Drittligisten Oftringen und stellte sich direkt nach der Auslosung der Sechzehntelfinals im Axpo Aargauer Cup den „drei ???“.

1. Hansruedi Birrer, die Auslosung hat Ihrer Mannschaft ein 2.-Liga-Duell beim FC Koblenz beschert. Ihr Kommentar?
Es gibt sicherlich einfachere Lose, ganz klar. Ein Heimspiel wäre schön gewesen, aber wie müssen die Auslosung natürlich so akzeptieren, wie sie ist. Mein Co-Trainer hat mich über den Mittag über unseren Gegner informiert, die Live-Ziehung auf der AFV-Facebook-Seite habe ich leider knapp verpasst (schmunzelt).

2. Seit dieser Saison trainieren Sie den FC Gränichen. Mit welchen Ambitionen haben Sie dieses Amt angenommen?
Als erstes ist zu erwähnen, dass ich die Mannschaft nicht neu aufbauen musste, sondern ein „fertiges“ Team vorgefunden habe. Der Verein möchte ganz klar an der Spitze der 2. Liga mitspielen, diese hohen Ambitionen waren für mich ein Grund, das Amt anzunehmen. Ich würde nicht zu einem Verein wechseln, bei welchem Resultate niemanden wirklich interessieren, da ist mein Ehrgeiz doch zu gross. Als FC Gränichen mit einer solchen Infrastruktur muss man sich aber hohe Ziele stecken, das ist selbstverständlich. Nachdem man in der vergangenen Saison 12 von 13 Mannschaften hinter sich gelassen hatte, sind wir nun etwas die „Gejagten“, das hat man bisher in jedem Spiel gemerkt und es macht die Sache nicht einfacher. Wenn man in der letzten Spielzeit Zweiter war, möchte man sich natürlich in der neuen verbessern. Dies heisst aber nicht, dass wir um jeden Preis aufsteigen möchten. Es gibt einige andere starke Mannschaften wie Brugg, Wettingen, Gontenschwil oder auch Klingnau, die über ein überdurchschnittlich starkes Kader verfügen.

3. 3 Spiele, 7 Punkte, zuletzt ein 3:3 in Gontenschwil. Sie dürften mit dem Saisonstart zufrieden sein, oder?
Mit dieser Bilanz muss man durchaus zufrieden sein. Wir hatten mit Brugg, Wettingen und Gontenschwil ein happiges Auftaktprogramm – 7 Punkten aus 3 Spielen hätte ich vor dem

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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