Aargauischer Fussballverband

Kurt Etter (FC Mellingen)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

10 Jahre nach dem Abstieg in die 3. Liga hat der FC Mellingen auf diese Saison die Rückkehr ins regionale Oberhaus geschafft. Seine Premiere vor eigenem Anhang gestalteten die Mellinger dann auch äusserst erfolgreich und bezwangen den Mitaufsteiger aus Koblenz gleich mit 4:0. Nach diesem gelungenen Auftakt stellte sich Trainer Kurt Etter, seit 2013 Trainer der 1. Mannschaft, den „drei ???“.

1. Kurt Etter, ein fulminanter Start des FC Mellingen – wo sehen Sie die Gründe für den klaren 4:0-Erfolg?
Der Hauptgrund ist sicherlich bei der Form des Gegners anzusiedeln. Der FC Koblenz hat viele Spieler mit ausländischen Wurzeln in seinen Reihen, welche ja bekanntlich etwas länger Sommerferien machen (schmunzelt). Dies wurde im Verlauf des Spiels dann doch augenscheinlich, sie wirkten noch nicht wirklich spritzig und eingespielt, was wir rigoros ausgenützt haben.

2. Von 2010 bis 2013 coachten Sie erfolgreich die Mellinger A-Junioren, einige der damaligen Spieler spielen nun unter Ihnen in der 1. Mannschaft – ein grosser Vorteil?
Es sind 8-10 Spieler, die ich bereits in den A-Junioren trainiert hatte, insgesamt kenne ich über 80 % des Kaders seit vielen Jahren quasi in- und auswendig mit all seinen Stärken und Schwächen. Dies ist natürlich ein Luxus für einen Trainer.

3. Wo geht die Reise dieser jungen Mannschaft nach dem gelungenen Auftakt diese Saison noch hin?
Trotz unserem erfreulichen Start muss das Ziel weiterhin der Ligarehalt sein. Wir wollen uns, auch mithilfe des Aufstiegsschwungs, in dieser 2. Liga etablieren. Den Grundstein dafür haben wir nun zwar gelegt, doch wir möchten uns nach und nach an das hohe Niveau der 2. Liga gewöhnen – dieses werden wir aber erst noch kennenlernen.

zurück

Teste dich jetzt:

16.10.2019

Adis Kajtazovic (FC Entfelden)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Alle 3 bisherigen Runden im Axpo Aargauer Cup hat Drittligist Entfelden überstanden – und dabei dreimal einen Zweitligisten ausgeschaltet! Nach Oftringen und Titelverteidiger Mutschellen musste am Dienstagabend im Derby auch der FC Gränichen nach einem dramatischen Sieg inklusive Last-Minute-Ausgleich mit anschliessendem Elfmeterschiessen dran glauben. Der Trainer der «Riesentöter», Adis Kajtazovic, stellte sich nach dem abermaligen Coup seiner Mannschaft den «drei ???».

1. Adis Kajtazovic, wie war es während des Dramas gestern Abend gegen Gränichen um Ihre Nerven bestellt?
Nervlich war es in der Tat eine enorme Belastungsprobe. Bereits die beiden Cup-Spiele zuvor gingen zwar ins Elfmeterschiessen (Oftringen) beziehungsweise in die Verlängerung (Mutschellen), aber dieses Mal war es schon sehr speziell, zumal wir in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft waren und dann mit dem allerletzten Angriff inklusive stürmenden Torwart doch noch zum verdienten Ausgleich kamen. Der Sieg wurde natürlich ausgiebig gefeiert, ich für meinen Teil hatte vorsorglich heute Mittwochmorgen in quasi weiser Voraussicht frei genommen (schmunzelt).

2. Die «Rolle des David» scheint Ihnen und Ihrem Team zu liegen! Wie erklären sie es sich, dass sie nun dreimal in Folge einen Zweitligisten eliminiert haben?
Da muss ich etwas ausholen: Nach meiner Rückkehr nach Entfelden im vergangenen Winter spielten wir eine sensationelle Rückrunde, sodass wir uns für diese Saison sowohl in der Meisterschaft, als auch im Cup hohe Ziele steckten. In der Vorbereitung testeten wir bewusst gegen vier Zweitligisten, sodass wir uns an ein hohes Tempo gewöhnen konnten. Starke Gegner scheinen uns grundsätzlich zu behagen, haben wir in der Meisterschaft doch gegen höher eingeschätzte Teams gewonnen und alle drei Niederlagen gegen schwächere, tief stehende Teams bezogen. Dieses «Problem» ist definitiv im mentalen Bereich anzusiedeln und daran müssen wir arbeiten. Aber momentan geniessen wir unseren Höhenflug, auch für mich ist diese Cup-Kampagne in meinen über 15 Jahren Trainer beim FC Entfelden ein absolutes Highlight. Nachdem wir damals zweimal in den Aufstiegsspielen gescheitert waren, trennten sich die Wege von mir und dem FC Entfelden, woraufhin es sportlich mit der 1. Mannschaft doch ziemlich bergab ging, sodass man mich wieder zurückholte. Dass es nun so gut läuft, ist auch für mich persönlich eine grosse Genugtuung. Sowohl als Spieler, wie auch als Trainer stand ich noch nie in einem Cupfinal. Stellen Sie sich vor, ich habe nicht einmal im Cup-Wettbewerb überwintert, spätestens im Achtelfinal war jeweils Schluss! Nachdem bereits so viele Zweitligisten gescheitert sind, bietet sich uns nun eine fast schon historische Chance, etwas ganz Grosses zu erreichen.

3. Nun stehen Sie bereits im Viertelfinal – wen wünschen Sie sich als Gegner?
Das ist eine ganz schwierige Frage. Eigentlich wünscht man sich ja jeweils einen Gegner aus der gleichen oder einer tieferen Liga. Doch wenn man bedenkt, dass wir bislang drei Zweitligisten ausgeschaltet haben, wäre es vielleicht gar nicht mal so verkehrt, wenn wir noch einen vierten zugelost bekommen (lacht). Bei Ihrer Frage befinde ich mich etwas in einer Zwickmühle, aber nüchtern betrachtet wäre ein schwächerer Gegner schon mal schön (schmunzelt).

 

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Facebook-Stream

Football-Pool