Aargauischer Fussballverband

Basil Gmür (SC Schöftland)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Der SC Schöftland hat es geschafft! Dank des Sieges in Fislisbach und der gleichzeitigen Niederlage Gränichens gegen Suhr in der letzten Runde gelang den Suhrentalern ein Jahr nach dem Abstieg der sofortige Wiederaufstieg in die 2. Liga interregional. Wesentlichen Anteil daran hatte Captain Basil Gmür, der sich mit bemerkenswerten 27 Saisontoren die Torjägerkrone sicherte und damit an der AFV-Gala 2016 geehrt wird. Im Rahmen der „drei ???“ sprach der noch ein wenig verkaterte 20-Jährige über den Glauben an den Aufstieg, die Feierlichkeiten danach und die Ziele eine Liga höher.

1. Basil Gmür, wieviele Dankes-SMS haben Sie seit Samstag bereits an Suhrer Spieler verschickt?
Kontakt zum FC Suhr hatten wir im Vorfeld der letzten Runde eher wenig, schlicht deshalb, da wir wenige Spieler kennen. Die wenigen, die wir kannten, haben wir vor dem Spiel ein wenig heiss gemacht und bedankten uns natürlich auch, nachdem sie Ihren Job bravourös erledigt hatten. Dass es schlussendlich so herauskommt, daran habe ich ehrlichgesagt nicht geglaubt, sondern eher darauf gehofft. Diese Hoffnung schöpfte ich aus der Tatsache, dass es für Suhr auch noch um alles oder nichts ging.

2. Sie liessen es nach dem Abpfiff und dem damit feststehenden Aufstieg ziemlich krachen, oder?
Also geplant hatten wir nichts, denn wir waren nicht in der Position, irgendwelche Feierlichkeiten zu planen. Nachdem wir im Clubhaus mit dem Trainerstaff zusammengesessen waren, zogen wir weiter in Richtung Aarau, wo wir die Nacht zum Tag machten. Es wurde schon sehr spät und ich spüre die Nachwehen immer noch ein wenig (schmunzelt).

3. Mit welchen Ambitionen und Zielen gehen Sie in die bevorstehende 2.-Liga-inter-Saison?
Zuerst müssen wir einmal die Gruppenauslosung abwarten. Es ist eine Liga höher immer schwierig, zumal es im Vorfeld schwer abzuschätzen ist, was auf einen zukommt. Im ersten Jahr müssen wir uns an das neue Umfeld gewöhnen und wollen möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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