Aargauischer Fussballverband

Salvatore Romano (FC Suhr)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Zuletzt drei Niederlagen in Folge, nur zwei Punkte aus sechs Partien – dies ist die ernüchternde Rückrunden-Bilanz des abstiegsbedrohten FC Suhr. Salvatore Romano, FCS-Cheftrainer und unter anderem Mitglied der FC-Aarau-Meistermannschaft von 1993, spricht im „drei ???“-Interview über die aktuelle Baisse seines Teams, das kapitale Duell gegen Othmarsingen und erklärt, wie man das Ruder doch noch herumreissen möchte.

1. Salvatore Romano, noch kein Sieg in der Rückrunde, drei Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz und Rang 13: Wie erklären Sie sich das aktuelle Formtief Ihrer Mannschaft?
Wenn man einmal in solch einer Negativspirale drin ist, ist es schwierig, wieder raus zu kommen. Zudem haben wir aktuell auch mit vielen Absenzen zu kämpfen, was die Situation nicht einfacher macht. Auch das Selbstvertrauen der Mannschaft ist verständlicherweise nach den letzten Resultaten ziemlich angeschlagen, doch wir müssen an uns glauben und alles versuchen. Es ist an der Zeit, dass auch der Hinterletzte die Ärmel hochkrempelt!

2. Am Freitag steigt das Duell gegen Schlusslicht Othmarsingen – mehr als ein Sechs-Punkte-Spiel, oder?
Das kann man so sagen. Doch es bringt nichts, in der aktuellen Situation der Mannschaft noch mehr Druck aufzuerlegen, sonst ist sie schlussendlich noch komplett blockiert. Wir müssen versuchen, frech und unbeschwert nach vorne zu spielen. Für den Verlierer der Partie wird es sehr schwierig, das ist klar. Aber wir müssen gemeinsam diese Situation meistern und an unsere Stärken glauben.

3. Wenden Sie als Trainer im Abstiegskampf andere Massnahmen als üblich an?
Im Amateurbereich sind die möglichen Möglichkeiten etwas begrenzt. Ich versuche einfach, die Mannschaft stark zu reden, denn das ist sie. Jeder muss sich bewusst sein, um was es geht. Es geht weder um einzelne Spieler, noch um den Trainern, noch um sonst jemanden, es geht einzig und allein um den Verein! Wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass wir den Ligaerhalt schaffen können, auch wenn die Aufgabe mit jedem Spiel, das wir nicht gewinnen, schwieriger wird.

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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