Aargauischer Fussballverband

Driton Gashi (FC Eagles Aarau)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Als Tabellenletzte mussten die 2.-Liga-Aufsteiger Eagles Aarau überwintern. Doch in der Rückrunde haben sich die Kantonshauptstädter deutlich gesteigert, qualifizierten sich für den Cupfinal vom 5. Mai in Lenzburg und holten aus den ersten 5 Spielen im Jahr 2016 ganze 10 Punkte. Die letzten beiden Meisterschaftspartien wurden gar mit einem Gesamtskore von 10:1 gewonnen, wodurch sich die „Adler“ über den Strich hievten. Im „drei ???“-Interview spicht Eagles-Trainer Driton Gashi über den Aufschwung seines Teams und den Spagat zwischen Meisterschaft und Cup.

1. Driton Gashi, 10 Punkte aus 5 Spielen – weshalb läuft es Ihrem Team in dieser Rückrunde plötzlich so rund?
Ehrlichgesagt haben wir die Vorrunde etwas verschlafen und die 2. Liga vielleicht gar etwas auf die leichte Schulter genommen. Dies deshalb, weil wir in den letzten 3 Saisons relativ souverän von der 5. in die 2. Liga durchmarschiert sind. Aber in der 2. Liga weht nun mal ein anderer Wind und jeder Fehler wird hart bestraft. Spätestens seit dieser Rückrunde hat nun aber offensichtlich auch der Hinterletzte den Ernst der Lage erkannt.

2. 5:1 in Othmarsingen, 5:0 gegen Brugg – was haben Sie Ihren Spielern vor den letzten beiden Partien in die Trinkflaschen getan?
Wirklich nichts (lacht)! Es geht für uns nun „um die Wurst“, sodass jeder Spieler ohne Wenn und Aber 100 % gibt. Wir wollen um jeden Preis in der Liga bleiben und möchten gegen jeden Gegner bestehen, sei dieser nun Leader Schöftland oder Schlusslicht Othmarsingen.

3. Was ist für Sie wichtiger, die Meisterschaft oder der anstehende Cupfinal gegen Klingnau?
Das Wichtigste ist und bleibt die Meisterschaft. Natürlich ist der Cupfinal eine willkommene Zugabe. Bereits vor der Saison sagten wir, dass wir nicht den 4. Aufstieg in Folge schaffen müssen, schielten dafür aber auf den Cup-Wettbewerb und waren überzeugt, in diesem weit zu kommen. Meine Spieler sind vor allem dann bereit, wenn es um alles oder nichts geht, was in diesem KO-Wettbewerb wie auch aktuell in der Meisterschaft, wo wir das Messer am Hals haben, ja der Fall ist. Unser übergeordnetes Ziel ist der Ligaerhalt, der Cupsieg wäre die Kür und natürlich eine tolle Geschichte.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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