Aargauischer Fussballverband

Noel Ott (FC Wettingen)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Er kam, sah und traf: Noel Ott hat in seinem ersten Spiel für den FC Wettingen überhaupt bereits nach 40 Sekunden (!) zum Game-Winning-Goal gegen Mutschellen eingenetzt. Dabei liegen die Stärken des 22-Jährigen gar nicht unbedingt auf Rasen; er gilt bereits heute als einer der besten Beachsoccer-Spieler der Welt. Ott hat sich nach seinem Traum-Debüt in der 2. Liga und kurz vor dem Abflug ins Trainingslager mit der Beachsoccer-Nati nach Spanien den „drei ???“ gestellt.

1. Noel Ott, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie den Ball nach nur 40 Sekunden im Netz zappeln sahen?
Ich habe es zuerst gar nicht richtig realisiert, es ging alles sehr schnell. Nach einem Freistoss von uns stand ich plötzlich alleine vor dem gegnerischen Torhüter und lupfte den Ball über ihn hinweg ins Tor. Was danach folgte, waren natürlich pure Glücksgefühle.

2. Was kommt Ihnen als Beachsoccer-Spieler auf Rasen am meisten zu Gute?
Zum einen kann ich sicherlich von meiner Schnelligkeit profitieren. Zum anderen auch von meiner ausgereiften Technik, die man auf Sand unbedingt benötigt. Denn einfach ausgedrückt ist es auf Sand schwieriger, den Ball zu kontrollieren und zu verarbeiten, sodass man es auf Rasen als Beachsoccer-Spieler doch etwas einfacher hat.

3. Noel Ott auf Rasen: Eintagsfliege oder Langzeit-Projekt?
Natürlich liegt meine erste Priorität nach wie vor auf dem Beachsoccer. Das Ganze ist über den vergangenen Winter entstanden, da ich in der Beachsoccer-freien Zeit etwas für mich machen wollte und viele Kollegen von mir spielen beim FC Wettingen, sodass ich oft mittrainierte. Wir haben ausgemacht, dass, wenn ich Zeit finde, ich der Mannschaft gerne helfe. Auch in Zukunft werde ich wohl das eine oder andere Mal für den FCW auf dem Rasen stehen, vielleicht benötige ich für mein Tor ja dann nur 30 Sekunden, man braucht immer Herausforderungen (lacht).

 

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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