Aargauischer Fussballverband

Alessandro Facchinetti (AFM Futsal Maniacs)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die AFM Futsal Maniacs haben Historisches geschafft: Erstmals in der viereinhalbjährigen Vereinsgeschichte holten die Wettinger den Schweizer Meistertitel im Futsal. Beim spektakulären 11:9-Finalsieg nach Elfmeterschiessen gegen Minerva Bern war ein angeschlagener Team-Leader Alessandro Facchinetti eine tragende Säule des Erfolgs, wobei die Maniacs in der Verlängerung 5 Minuten vor dem Ende drei Tore zurück lagen, Sekunden vor Schluss das Spiel aber doch noch ausgleichen konnten. Der 28-Jährige stellte sich nach der Wettinger Sternstunde überglücklich und voller Stolz den „drei ???“.

1. Alessandro Facchinetti, haben Sie zu jedem Zeitpunkt noch an den Sieg geglaubt?
Ja, daran geglaubt habe ich immer. Als wir in der Verlängerung das 6:9 kassiert hatten, holte ich in bester Oliver-Kahn-Manier den Ball aus dem Tor und pushte die Jungs weiter nach vorne. Ich war überzeugt, dies ist unser Jahr, wir müssen es einfach packen.

2. Wie haben Sie danach diesen grössten Triumph der noch jungen Vereinsgeschichte gefeiert?
Zuerst fuhren wir im extra für diesen Finaltag organisierten Car mit unseren Fans zurück nach Wettingen und von da weiter nach Zürich in eine Bar. Einige verschoben dann zu fortgeschrittener Stunde in eine Discothek in der Stadt, es wurde sehr früh (lacht). Aber solch einen fantastischen Sieg mussten wir einfach gebührend feiern.

3. Was bedeutet dieser Erfolg für Ihren Verein und den Futsalsport im Aargau?
Für uns ist es der verdiente Lohn, wofür wir all die Jahre hart gearbeitet haben. Seit unserer Gründung 2011 war es unser einziges Ziel, irgendwann mal diesen „Chübel“ in den Aargau holen zu können. Dass wir dies nun geschafft haben, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Allgemein war der Final beste Werbung für den Futsalsport – ich denke, ein solch spektakuläres Endspiel mit so vielen Wechselbädern der Gefühle hat es noch nie gegeben. Für den Futsal im Aargau kann unser Erfolg einen weiteren Schub auslösen und soll den kleineren Vereinen im Kanton aufzeigen, was möglich ist, wenn man wirklich alles für den Erfolg tut.
 

 

zurück

Teste dich jetzt:

16.10.2019

Adis Kajtazovic (FC Entfelden)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Alle 3 bisherigen Runden im Axpo Aargauer Cup hat Drittligist Entfelden überstanden – und dabei dreimal einen Zweitligisten ausgeschaltet! Nach Oftringen und Titelverteidiger Mutschellen musste am Dienstagabend im Derby auch der FC Gränichen nach einem dramatischen Sieg inklusive Last-Minute-Ausgleich mit anschliessendem Elfmeterschiessen dran glauben. Der Trainer der «Riesentöter», Adis Kajtazovic, stellte sich nach dem abermaligen Coup seiner Mannschaft den «drei ???».

1. Adis Kajtazovic, wie war es während des Dramas gestern Abend gegen Gränichen um Ihre Nerven bestellt?
Nervlich war es in der Tat eine enorme Belastungsprobe. Bereits die beiden Cup-Spiele zuvor gingen zwar ins Elfmeterschiessen (Oftringen) beziehungsweise in die Verlängerung (Mutschellen), aber dieses Mal war es schon sehr speziell, zumal wir in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft waren und dann mit dem allerletzten Angriff inklusive stürmenden Torwart doch noch zum verdienten Ausgleich kamen. Der Sieg wurde natürlich ausgiebig gefeiert, ich für meinen Teil hatte vorsorglich heute Mittwochmorgen in quasi weiser Voraussicht frei genommen (schmunzelt).

2. Die «Rolle des David» scheint Ihnen und Ihrem Team zu liegen! Wie erklären sie es sich, dass sie nun dreimal in Folge einen Zweitligisten eliminiert haben?
Da muss ich etwas ausholen: Nach meiner Rückkehr nach Entfelden im vergangenen Winter spielten wir eine sensationelle Rückrunde, sodass wir uns für diese Saison sowohl in der Meisterschaft, als auch im Cup hohe Ziele steckten. In der Vorbereitung testeten wir bewusst gegen vier Zweitligisten, sodass wir uns an ein hohes Tempo gewöhnen konnten. Starke Gegner scheinen uns grundsätzlich zu behagen, haben wir in der Meisterschaft doch gegen höher eingeschätzte Teams gewonnen und alle drei Niederlagen gegen schwächere, tief stehende Teams bezogen. Dieses «Problem» ist definitiv im mentalen Bereich anzusiedeln und daran müssen wir arbeiten. Aber momentan geniessen wir unseren Höhenflug, auch für mich ist diese Cup-Kampagne in meinen über 15 Jahren Trainer beim FC Entfelden ein absolutes Highlight. Nachdem wir damals zweimal in den Aufstiegsspielen gescheitert waren, trennten sich die Wege von mir und dem FC Entfelden, woraufhin es sportlich mit der 1. Mannschaft doch ziemlich bergab ging, sodass man mich wieder zurückholte. Dass es nun so gut läuft, ist auch für mich persönlich eine grosse Genugtuung. Sowohl als Spieler, wie auch als Trainer stand ich noch nie in einem Cupfinal. Stellen Sie sich vor, ich habe nicht einmal im Cup-Wettbewerb überwintert, spätestens im Achtelfinal war jeweils Schluss! Nachdem bereits so viele Zweitligisten gescheitert sind, bietet sich uns nun eine fast schon historische Chance, etwas ganz Grosses zu erreichen.

3. Nun stehen Sie bereits im Viertelfinal – wen wünschen Sie sich als Gegner?
Das ist eine ganz schwierige Frage. Eigentlich wünscht man sich ja jeweils einen Gegner aus der gleichen oder einer tieferen Liga. Doch wenn man bedenkt, dass wir bislang drei Zweitligisten ausgeschaltet haben, wäre es vielleicht gar nicht mal so verkehrt, wenn wir noch einen vierten zugelost bekommen (lacht). Bei Ihrer Frage befinde ich mich etwas in einer Zwickmühle, aber nüchtern betrachtet wäre ein schwächerer Gegner schon mal schön (schmunzelt).

 

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Facebook-Stream

Football-Pool