Aargauischer Fussballverband

Marc Zahnd (FC Gontenschwil)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nachdem der FC Gontenschwil aus den ersten 5 Meisterschafts-Spielen lediglich 4 von 15 möglichen Punkten geholt hatte und anschliessend früh aus dem Cup ausschied, fing er sich in der zweiten Hinrunden-Hälfte merklich. Der amtierende Cupsieger verlor in den letzten 8 Partien nur noch einmal und überwintert trotz dem mässigen Start auf dem 5. Tabellenplatz. Seit dieser Saison bildet Marc Zahnd zusammen mit Dany Bolliger das Spielertrainer-Duo des FCG und stellte sich nach dem 3:1-Sieg im letzten Hinrunden-Spiel vom Samstag in Windisch den „drei ???“.

1. Marc Zahnd, mit Rang 5 dürfte man in Gontenschwil nach dem doch eher verpatzten Saisonstart einigermassen zufrieden sein, oder?
Absolut, wir wussten, dass es eine schwierigere und auch ausgeglichenere 2.-Liga-Saison wird als auch schon. Es stiessen mit den Eagles Aarau und Klingnau zwei starke Aufsteiger und mit Schöftland und Gränichen zwei starke Absteiger, die gleich wieder hoch wollen, dazu. Eine Platzierung in den ersten 5 war eigentlich die Zielvorgabe vor der Saison, glücklicherweise haben wir dies nun noch knapp erreicht.

2. Wo sehen Sie die Gründe für das Aufbäumen Ihres Teams in der zweiten Hinrunden-Hälfte?
Wir mussten am Anfang der Saison auf gewisse Stammkräfte verzichten, wohingegen wir nun gegen Ende der Vorrunde praktisch auf das gesamte Personal zurückgreifen konnten. Das ist sicherlich der Grund, weshalb wir in der zweiten Hälfte wieder schlagkräftiger aufgetreten sind.

3. Seit dieser Saison bilden Sie zusammen mit Dany Bolliger das Spielertrainer-Duo. Wie darf man sich als Aussenstehender das Coaching – vor allem während der Spiele – vorstellen?
Es ist schon sehr speziell und ich denke, etwas Vergleichbares gibt es auch nicht wirklich oft (schmunzelt). Wenn wir wie meist beide auf dem Platz stehen, sitzen unser Sportchef und unser Coach auf der Bank, wo sie für Ruhe und Ordnung sorgen. Das Coaching kommt dann aber von uns auf dem Platz, wir sind da eigentlich Führungsspieler und Trainer in einem. Es ist nicht immer einfach, aber die Vereinsführung war davon überzeugt, dass dies die beste Variante sei. Eine grosse Umstellung im Vergleich zur letzten Saison war es für mich eigentlich nicht, da ich als Captain bereits eine Art „verlängerter Arm“ des Trainerduos war (Dany Bolliger war bereits vergangene Saison Spielertrainer, Anm.d.Red.). Natürlich sind wir nun für die komplette Trainingsgestaltung verantwortlich, das heisst, ich kann nicht einfach 5 Minuten vor Trainingsbeginn aufkreuzen und mal schauen, was wir wohl heute machen (schmunzelt).

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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19.08.2014

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27.05.2014

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