Aargauischer Fussballverband

Heini Meier (FC Frick)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Bis zur allerletzten Sekunde musste der FC Frick zittern, doch schlussendlich setzte er sich im Cup-Achtelfinal beim Viertligisten Holderbank in der Verlängerung doch noch mit 2:1 durch und ist damit in der Runde der letzten 8 der einzig verbliebene Unterklassige. Trainer Heini Meier, bereits seit über 5 Jahren Übungsleiter der Fricker, stellte sich nach dem Last-Minute-Sieg am Tag darauf den „drei ???“.

1. Heini Meier, nach dieser dramatischen Verlängerung mit 3 Treffern und dem Fricker Siegtor in der 120. Minute dürften Sie noch ziemlich aufgewühlt sein?
Das stimmt allerdings, ich war die ganze Nacht noch aufgewühlt und hatte Mühe, einzuschlafen. Es war ein enorm schwieriges Spiel, unser Gegner war top motiviert. Man hat gemerkt, dass es für Holderbank quasi das „Spiel des Jahres“ war, in der Meisterschaft sind sie aktuell ja nur an 9. Stelle klassiert. Nachdem sie bereits Koblenz im Sechzehntelfinal ausgeschaltet hatten, waren wir natürlich gewarnt und sind umso glücklicher, dass uns praktisch mit dem Schlusspfiff noch das Siegtor gelang.

2. Sie sind neben den sieben 2.-Liga-Vertretern der letzte verbliebene Unterklassige im Viertelfinal – wie fühlt es sich an, der letzte „Exot“ zu sein?
Es ist ein super Gefühl und wir freuen uns nun auf ein tolles Heimspiel. Wenn ich mir einen Gegner wünschen könnte, dann wäre dieser der FC Brugg, denn ihn haben wir im Vorjahr ebenfalls im Viertelfinal bereits einmal bezwungen. Somit hätten wir an diesen Gegner nur gute Erinnerungen und es würden uns bestimmt erneut viele Zuschauer unterstützen kommen. Wen ich unbedingt vermeiden möchte, ist der FC Gränichen, für mich das aktuell klar stärkste Team, welches im Cup noch vertreten ist.

3. Auch in der Meisterschaft läuft es Ihnen blendend, Ihr Team liegt mit 25 von 27 möglichen Punkten deutlich an der Spitze – das Ziel kann nur Aufstieg lauten, oder?
Absolut, dieses Ziel haben wir bereits im Sommer so kommuniziert, nachdem wir als Zweitplatzierter in der Vorsaison knapp gescheitert waren. Unser Kader haben wir noch einmal verstärkt, sodass wir auch oft rotieren können, ohne an Qualität einzubüssen. Wenn wir den Zweitplatzierten Koblenz nun am Samstag im Spitzenspiel bezwingen können, sieht es tatsächlich sehr gut aus. Auch wenn es dann meine Herausforderung sein wird, dafür zu sorgen, dass meine Spieler auf dem Boden bleiben. Wir haben allerdings genügend Leaderfiguren in der Mannschaft, sodass ich mir darüber überhaupt keine Sorgen mache.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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