Aargauischer Fussballverband

Paulo Rodrigues (Desportivo Portugues Aarburg)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Desportivo Portugues Aarburg sorgte am vergangenen Wochenende für DIE Cup-Überraschung der Sechzehntelfinals. Der Viertligist bezwang zuhause den zwei Ligen höher spielenden FC Othmarsingen mit 1:0 und trifft im Achtelfinal nun auf den aktuellen 2.-Liga-Leader aus Gränichen. Trainer Paulo Rodrigues stellte sich nach diesem historischen Erfolg überglücklich den „drei ???“.

1. Paulo Rodrigues, haben Sie bereits realisiert, was Sie mit Ihrer Mannschaft am Samstag vollbrachten?
Um ehrlich zu sein, noch nicht komplett, was glaube ich auch für den Grossteil meiner Spieler gilt. Ich sagte ihnen vor dem Spiel, dass sie es einfach geniessen sollen, schliesslich spielen wir sonst ja ausschliesslich gegen 4.-Liga-Teams. Den Sieg haben wir natürlich nach dem Schlusspfiff ausgiebig gefeiert und meine Herausforderung ist es momentan, die Jungs von ihrer Wolke 7 herunterzuholen und sie auf die bevorstehende Meisterschaftsspiele seriös vorzubereiten.

2. Wo sehen Sie die ausschlaggebenden Gründe für diesen Überraschungserfolg?
Wir für unseren Teil sind die Partie äusserst konzentriert angegangen und haben einen unglaublichen Siegeswillen an den Tag gelegt. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass uns Othmarsingen etwas unterschätzt hat. Kurz nach der Pause liessen sie merklich nach und ich spürte, dass dies unser Tag werden könnte.

3. Was rechnen Sie sich nun im Achtelfinal gegen Gränichen aus?
Der FC Gränichen ist noch einmal ein anderes Kaliber, normalerweise haben wir keine Chance. Doch wir freuten uns über die Auslosung und werden versuchen, auch diese minime Chance zu nutzen, denn Sie wissen ja bestimmt auch, dass der Cup bekanntlich seine eigenen Gesetze hat (schmunzelt).

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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