Aargauischer Fussballverband

Bruno Trottmann (FC Windisch)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in die neue 2.-Liga Saison hat sich der FC Windisch merklich gefangen und holte aus den vergangenen 4 Partien 10 von 12 möglichen Punkten. Nach dem Last-Minute-Sieg gegen Mutschellen am Samstag stellte sich Bruno Trottmann, seit 2003 Vizepräsident des FC Windisch, den „drei ???“.  

1. Bruno Trottmann, sind Siege in letzter Sekunde die schönsten?
Für mich ist das definitiv so, ja. Man erwartet den Sieg nicht mehr und dann trifft man doch noch, das sind natürlich Emotionen pur. Für mich ist so ein Last-Minute-Sieg schöner als beispielsweise ein souveränes 5:0.

2. Anfang Jahr und auch auf diese Saison hin haben Sie sich mit dem einen oder anderen Brasilianer verstärkt – wie stark ist Ihre Mannschaft abhängig von diesen?
Die Brasilianer sind für uns enorm wichtig. Sie bringen zum einen eine stupende Technik, zum anderen aber auch das südamerikanische Temperament mit, was jedem Team bis zu einem gewissen Grad gut tut. Die Kehrseite der Medaille diesbezüglich ist halt, dass, wenn es einmal nicht ganz so rund läuft, die Laune dieser Spieler relativ schnell kippen kann. Das hatte man vielleicht zum verunglückten Saisonstart teilweise beobachten können, doch mittlerweile ist auch das Wettkampfglück etwas zurückgekommen und die Resultate stimmen.

3. Wo wollen Sie in dieser Spielzeit mit dem FC Windisch noch hin?
Wir wollen so lange wie möglich vorne mitspielen und unsere gute Platzierung aus dem Vorjahr wiederholen (2. Schlussrang, Anm. d. Red.). Alles darüber wäre natürlich das absolute Sahnehäubchen, doch es wäre jetzt noch verfrüht, um darüber zu sprechen.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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