Aargauischer Fussballverband

Dieter Senn (FC Fislisbach)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Im Sommer 2012 hat Dieter Senn beim FC Fislisbach in der 3. Liga das Traineramt übernommen. Bereits in seiner ersten Saison führte der heute 55-Jährige die Blau-Weissen in die 2. Liga regional und hat sie seither dort etabliert. Am vergangenen Samstag coachte Senn seine Truppe zum überraschenden 1:0-Sieg gegen den zuvor verlustpunktlosen Leader Gränichen und stellte sich danach den „drei ???“.

1. Dieter Senn, wie fühlt man sich als Trainer einer Mannschaft, die als erste in dieser Saison gegen den Leader Gränichen nicht verloren hat?
Man fühlt sich einfach in seinem Tun bestätigt und es zeigt mir, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind. Doch wir sollten uns ab diesem Erfolg jetzt nicht verrückt machen lassen.

2. Wie haben Sie Ihr Team im Vorfeld auf diese Herkulesaufgabe eingestellt?
Ich habe sie nicht anders vorbereitet als auf andere Spiele. Dieses Jahr ist unsere 2. Liga äusserst spannend und ausgeglichen, da muss man jeden Gegner ernst nehmen und man sollte keinen Unterschied machen, ob da nun Gränichen oder sonst wer einem gegenüber steht. Wenn ich Zeit habe, gehe ich auch jeden unserer Gegner im Vorfeld einmal beobachten und kann so mein Team mit den nötigen Infos versorgen.

3. Der FC Fislisbach steht nun auf Rang 4, punktgleich mit dem drittplatzierten Schöftland. Ist es da als Trainer schwierig, die Euphorie der Spieler etwas zu bremsen?

So etwas wie „Euphorie“ gibt es bei uns eigentlich nicht, da kennen mich meine Spieler gut genug. Klar habe ich ihnen gesagt, dass sie diesen Sieg über das Wochenende geniessen sollen, man gewinnt ja schliesslich nicht jede Woche gegen den Leader.  Doch seit Montag wird nun wieder konzentriert gearbeitet, denn die Entwicklung meiner Mannschaft ist noch lange nicht abgeschlossen und das Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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