Aargauischer Fussballverband

Jürg Widmer (SC Schöftland)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Mit zwei Niederlagen zum Auftakt nicht wunschgemäss in die 2. Liga-Saison gestartet, verzeichnete 2.-Liga-inter-Absteiger Schöftland in den beiden letzten Partien eine klare Aufwärtstendenz und gewann diese mit einem Gesamtskore von 7:0. Seit dieser Spielzeit an der Seitenlinie steht Jürg Widmer, der sich den „drei ???“ stellte.

1. Jürg Widmer, was gingen Ihnen für Gedanken durch den Kopf, als sie gegen Klingnau auch im zweiten Saisonspiel als Verlierer vom Platz gingen?
Für mich war klar, dass ein Neubeginn mit vielen jungen Spielern Zeit braucht. Nichtsdestotrotz konnte ich bereits im zweiten Spiel gegen Klingnau, einem äusserst starken Gegner, Fortschritte erkennen, was mich direkt nach dem Schlusspfiff doch zuversichtlich für die kommenden Aufgaben stimmte.

2. Wie erklären Sie sich die enorme Leistungssteigerung Ihrer Mannschaft in den vergangenen zwei Partien (Siege gegen Mutschellen und Wettingen, Anm. d. Red.)?
Die Mannschaft findet sich je länger, je mehr. Wir hatten in der Vorbereitung aufgrund von Ferienabsenzen und des Spielplans (englische Woche) wenig Zeit, um uns zu finden. Die Mannschaft hat jedoch ein enormes Potenzial, steckt noch mitten in der Entwicklung, trainiert gut und legt in jedem Training einen grossen Willen an den Tag.

3. Wo wollen Sie mit dem SC Schöftland diese Saison noch hin?
Grundsätzlich sei einmal gesagt, dass eine seriöse Analyse der Lage erst nach 10 Spielen gemacht werden kann. Der SC Schöftland ist ein Traditionsverein, bei dem man es sich gewohnt ist, in einer höheren Liga zu spielen. Es geht nun jedoch schlicht darum, den Neuaufbau mit einer entsprechenden Kultur voranzutreiben, was nun mal seine Zeit braucht.

zurück

Teste dich jetzt:

30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Facebook-Stream

Football-Pool