Aargauischer Fussballverband

Jürg Widmer (SC Schöftland)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Mit zwei Niederlagen zum Auftakt nicht wunschgemäss in die 2. Liga-Saison gestartet, verzeichnete 2.-Liga-inter-Absteiger Schöftland in den beiden letzten Partien eine klare Aufwärtstendenz und gewann diese mit einem Gesamtskore von 7:0. Seit dieser Spielzeit an der Seitenlinie steht Jürg Widmer, der sich den „drei ???“ stellte.

1. Jürg Widmer, was gingen Ihnen für Gedanken durch den Kopf, als sie gegen Klingnau auch im zweiten Saisonspiel als Verlierer vom Platz gingen?
Für mich war klar, dass ein Neubeginn mit vielen jungen Spielern Zeit braucht. Nichtsdestotrotz konnte ich bereits im zweiten Spiel gegen Klingnau, einem äusserst starken Gegner, Fortschritte erkennen, was mich direkt nach dem Schlusspfiff doch zuversichtlich für die kommenden Aufgaben stimmte.

2. Wie erklären Sie sich die enorme Leistungssteigerung Ihrer Mannschaft in den vergangenen zwei Partien (Siege gegen Mutschellen und Wettingen, Anm. d. Red.)?
Die Mannschaft findet sich je länger, je mehr. Wir hatten in der Vorbereitung aufgrund von Ferienabsenzen und des Spielplans (englische Woche) wenig Zeit, um uns zu finden. Die Mannschaft hat jedoch ein enormes Potenzial, steckt noch mitten in der Entwicklung, trainiert gut und legt in jedem Training einen grossen Willen an den Tag.

3. Wo wollen Sie mit dem SC Schöftland diese Saison noch hin?
Grundsätzlich sei einmal gesagt, dass eine seriöse Analyse der Lage erst nach 10 Spielen gemacht werden kann. Der SC Schöftland ist ein Traditionsverein, bei dem man es sich gewohnt ist, in einer höheren Liga zu spielen. Es geht nun jedoch schlicht darum, den Neuaufbau mit einer entsprechenden Kultur voranzutreiben, was nun mal seine Zeit braucht.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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