Aargauischer Fussballverband

Roger Meier (FC Klingnau)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen ist Aufsteiger Klingnau fulminant in seine erste 2.-Liga-Saison der Vereinshistorie gestartet. Auch wenn die dritte Partie zuhause gegen Spreitenbach verloren gegangen war, stellte sich ein zufriedener Roger Meier, seit 2007 Vereinspräsident der Nordaargauer, den „drei ???“.

1. Roger Meier, 6 Punkte aus den ersten drei Spielen – für einen Aufsteiger ein toller Saisonstart!
Das kann man wirklich so sagen. Ideal war für uns auch, dass wir die Saison gleich mit einem Heimspiel beginnen konnten. Natürlich hofft man immer auf einen erfolgreichen Auftakt, doch dass es bei uns gleich so gut klappt, hätten wir nicht gedacht. Gerade auch wenn man bedenkt, dass ein Grossteil der Mannschaft erst eine Woche vor dem Saisonstart aus dem Urlaub zurückkehrte.

2. Glauben Sie, die Niederlage vom Freitag war ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt?
Genau das haben wir uns nach dem Spiel auch gesagt, auch wenn die Chancen zum Sieg durchaus vorhanden gewesen wären. Doch wie Sie treffend sagten, dürfte dieser Dämpfer wohl tatsächlich zum richtigen Zeitpunkt gekommen sein.

3. Inwiefern haben Sie die Mannschaft in der Sommerpause gegenüber der Aufstiegsmannschaft verstärkt?
Wir haben uns vor allem im offensiven Bereich verstärkt. Dazu ist zu sagen, dass wir fünf Spieler aus Deutschland verpflichten konnten, deren Kontakt durch einen Ex-Spieler vom VfB Waldshut, der bereits letzte Saison zu uns gewechselt war, zustande kam. Die Deutschen haben sich schnell bei uns integriert und bilden den Kern der Mannschaft. Durch unsere geographische Nähe zu unserem nördlichen Nachbar sind solche Spieler natürlich sehr interessant für uns.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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