Aargauischer Fussballverband

Dany Bolliger (FC Gontenschwil)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

1. Dany Bolliger, erzählen Sie doch bitte, was in den Stunden nach dem Cupsieg abgelaufen ist.
Das Jugendfreie erzähle ich gerne (lacht). Nein, Spass beiseite, es war unglaublich toll. Zuerst hatten wir noch in der Garderobe etwas gefeiert, bevor wir dann zurück ins Neumättli nach Gontenschwil fuhren. All unsere vielen Fans, die uns in Wohlen sensationell unterstützt hatten, waren bereits da, sodass wir miteinander bis in die frühen Morgenstunden feierten. Zum Glück hatte ein Grossteil der Mannschaft am Freitag freigenommen, denn das Fest wäre auch gestiegen, wenn wir den Cupfinal verloren hätten.

2. Wo sehen Sie die Gründe für den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte?
Wir haben uns in den letzten Jahren kontinuierlich verstärken können und setzten uns diese Saison ganz klar den Cupsieg zum Ziel, wofür wir hart arbeiteten und alles gaben. Schliesslich haben wir im Final eine geschlossene Mannschaftsleistung auf den Platz gebracht, angeführt von einem überragenden Torhüter. Die Torhüter-Situation ist bei uns ja etwas speziell; wir sind mit zwei Torhütern in die Saison gegangen, wobei die beiden sich jeweils abwechselten. Vor dem Cupfinal mussten wir uns zwischen David Schaffner und Kevin Walz entscheiden, wobei beides ausgezeichnete Keeper sind. Der Entscheid pro Schaffner erwies sich schlussendlich aber doch als goldrichtig.

3. Mit diesem Cuptitel ist der FC Gontenschwil für die 1. Hauptrunde im Schweizer Cup qualifiziert. Wen wünschen Sie sich als Gegner auf dem Neumättli?
Ich persönlich wünsche mir den FC Aarau. Der Grund ist vor allem Aarau-Spieler Sven Lüscher, der seit jeher einer meiner besten Kollegen ist. Er ist bei uns im Jassklub, wo wir uns jeden Mittwoch zum Jassen treffen. Zudem werde ich sein Trauzeuge sein, wenn er am 13. Juni heiraten wird. Es wäre also wirklich sehr speziell, würden wir als Gegner aufeinandertreffen.

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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