Aargauischer Fussballverband

Die drei ???: Andy Wyder (OK-Chef Cupfinaltag 2015)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

1. Herr Wyder, was hat die Durchführung des Cupfinaltags für den FC Wohlen für eine Bedeutung?
Der FC Wohlen ist seit ein paar Jahren im Spitzenfussball vertreten; mit der 1. Mannschaft in der Challenge League, aber auch mit der U23 in der 2. Liga interregional. Dieser Cupfinaltag ist eine Art Rückkehr des Breitensports nach Wohlen, selbst wenn wir natürlich auch viele Junioren-Teams haben. Doch die Entwicklung in jüngster Vergangenheit ist sehr leistungsorientiert. Die Niedermatten ist eine der schönsten Anlagen im Kanton Aargau, dass darf man glaube ich mit Fug und Recht behaupten. Dass auf dieser nun der Cupfinaltag ausgetragen werden kann, ist eine wunderbare Sache und es sollen der Sport und vor allem der Spass im Vordergrund stehen. Auch wenn man einen Final selbstverständlich gewinnen möchte ─ auch ich durfte mit dem FC Wohlen fünfmal mitfiebern, die Erinnerungen an solche Endspiele sind toll, vor allem natürlich, wenn man gewinnt (schmunzelt).

2. Wenn Sie 3 Wünsche frei hätten, was würden Sie sich für den grossen Tag an Auffahrt wünschen?
Wenn Sie erlauben, hätte ich sogar 4 Wünsche: Zum einen wünsche ich mir, dass uns der Wettergott wohl gesinnt sein wird und viel Sonne schickt. Zum anderen hoffe ich natürlich auf möglichst viele Zuschauer sowie guten und fairen Sport ohne Verletzungen. Zu guter Letzt soll es spannende Begegnungen zwischen Gross und Klein geben, so wie es in den vergangenen Jahren am Cupfinaltag jeweils immer der Fall war.


3. Wie lautet ihr Tipp für den Aktiven-Final zwischen Rothrist und Gontenschwil?
Ich bin zwar kein absoluter Experte, doch ich glaube, dass Titelverteidiger Rothrist leicht zu favorisieren ist. Ich tippe darum auf ein 4:3 für Rothrist nach Verlängerung ─ schliesslich herrscht ja momentan auf den Niedermatten die „Zeit der vielen Tore“ (Wohlen unterlag Lausanne im letzten Heimspiel mit 4:5, Anm. d. Red.).

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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