Aargauischer Fussballverband

Die drei ???: Diego Sandmeier (FC Fislisbach)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

1. Diego Sandmeier, wie erklären Sie sich die Erfolgswelle, auf der Sie und ihr FCF momentan reiten?
Ich bin ja erst seit dieser Saison im Verein und möchte wirklich betonen, dass ich noch nie eine solche Harmonie in einem Team erlebt habe. Nach der doch eher verpatzten Vorrunde wollten wir unbedingt eine Reaktion zeigen und waren dafür topmotiviert. Jedem war bewusst, dass wir letztes Jahr mehrheitlich einen Sch**** zusammengespielt hatten. Unser Wintertrainingslager in Marbella war dann noch das i-Tüpfelchen, wo wir an Feinheiten geschliffen und den Teamgeist noch mehr gestärkt haben.

2. Sie persönlich haben bereits jetzt ein Tor mehr als in der gesamten Vorrunde erzielt. Auch bei Ihnen scheint der Knopf endgültig aufgegangen zu sein?
Das kann man durchaus so sagen. Ich spiele erst seit dieser Rückrunde nun als alleinige Spitze ganz vorne, wo ich mich wirklich sehr wohl fühle. Als vorderster Mann möchte ich als Vorbild vorangehen und die Mannschaft mitziehen. Ich stelle stets hohe Ansprüche an mich selber und gebe mich nie zufrieden. Natürlich hoffe ich, dass ich meinen guten Lauf fortsetzen kann und noch viele weitere Tore folgen werden.

3. Trauern Sie nach dieser tollen Rückrunde bis anhin manchmal der doch eher mässigen Hinrunde nach? Was möchten Sie diese Saison noch erreichen?
Nein, eigentlich nicht. Wir wollen nicht mehr zurück, sondern nur noch nach vorne schauen und die Hinrunde in den Schatten stellen, was uns bisher sehr gut gelingt. Uns ist es egal, wer gegen uns spielt, wir versuchen immer, unser Spiel durchzuziehen. Und wenn wir unsere momentane Form bis zum Saisonende und über den Sommer hinaus konservieren können, ja wer weiss, was kommende Saison möglich sein wird.

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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