Aargauischer Fussballverband

Die drei ???: Diego Sandmeier (FC Fislisbach)

von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

1. Diego Sandmeier, wie erklären Sie sich die Erfolgswelle, auf der Sie und ihr FCF momentan reiten?
Ich bin ja erst seit dieser Saison im Verein und möchte wirklich betonen, dass ich noch nie eine solche Harmonie in einem Team erlebt habe. Nach der doch eher verpatzten Vorrunde wollten wir unbedingt eine Reaktion zeigen und waren dafür topmotiviert. Jedem war bewusst, dass wir letztes Jahr mehrheitlich einen Sch**** zusammengespielt hatten. Unser Wintertrainingslager in Marbella war dann noch das i-Tüpfelchen, wo wir an Feinheiten geschliffen und den Teamgeist noch mehr gestärkt haben.

2. Sie persönlich haben bereits jetzt ein Tor mehr als in der gesamten Vorrunde erzielt. Auch bei Ihnen scheint der Knopf endgültig aufgegangen zu sein?
Das kann man durchaus so sagen. Ich spiele erst seit dieser Rückrunde nun als alleinige Spitze ganz vorne, wo ich mich wirklich sehr wohl fühle. Als vorderster Mann möchte ich als Vorbild vorangehen und die Mannschaft mitziehen. Ich stelle stets hohe Ansprüche an mich selber und gebe mich nie zufrieden. Natürlich hoffe ich, dass ich meinen guten Lauf fortsetzen kann und noch viele weitere Tore folgen werden.

3. Trauern Sie nach dieser tollen Rückrunde bis anhin manchmal der doch eher mässigen Hinrunde nach? Was möchten Sie diese Saison noch erreichen?
Nein, eigentlich nicht. Wir wollen nicht mehr zurück, sondern nur noch nach vorne schauen und die Hinrunde in den Schatten stellen, was uns bisher sehr gut gelingt. Uns ist es egal, wer gegen uns spielt, wir versuchen immer, unser Spiel durchzuziehen. Und wenn wir unsere momentane Form bis zum Saisonende und über den Sommer hinaus konservieren können, ja wer weiss, was kommende Saison möglich sein wird.

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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