Aargauischer Fussballverband

Die drei ???: Reinhold Lückhardt (Menzo Reinach)


von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

2.-Liga-Aufsteiger Menzo Reinach hat in der laufenden Meisterschaft bislang hartes Brot zu knabbern. Mit 6 Zählern aus 15 Partien liegen die Südaargauer gemeinsam mit Kölliken, ebenfalls Aufsteiger, auf dem letzten Tabellenplatz. Trotz der momentan sportlichen Misere und sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer hat sich Reihnold Lückhard, seit November 2014 Präsident, den „drei ???“ gestellt.

1. Herr Lückhardt, wo sehen Sie die Gründe, weshalb es momentan bei Menzo Reinach nicht läuft?
Substanzielle Gründe sehe ich momentan keine. In der Hinrunde lief es nicht gut und viele Spiele gingen äusserst unglücklich verloren, woraufhin im Winter reagiert wurde. Man hat sich von alten Spielern getrennt und neue geholt, insofern haben wir nun fast ein neues Team. Die ersten beiden Spiele der Rückrunde haben gezeigt, dass die neuen Spieler gut eingeschlagen haben, auch wenn die Resultate noch nicht gestimmt haben (1:2 gegen Gontenschwil, 0:2 gegen Windisch)

2. Sie haben das Amt des Präsidenten erst während der laufenden Saison übernommen. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?
Ich möchte betonen, dass ich diese Aufgabe nicht wegen dem Fanionenteam angenommen habe. Vielmehr fand ich einen gut strukturierten Verein mit sehr engagierten Vorstandsmitgliedern und einer exzellenten Jugendarbeit vor, was mich extrem motiviert hat. Die 1. Mannschaft hätte auch in der 4. Liga spielen können, ich hätte das Präsidentenamt gleichwohl angenommen.

3. Mit welchen Massnahmen kann ihrer Meinung nach das Ruder diese Saison doch noch herumgerissen werden?
Die Mannschaft hat mein vollstes Vertrauen, dass sie den Klassenerhalt doch noch schaffen kann. Sie hat das Potenzial, jeder einzelne muss selbstbewusst und engagiert genug sein, dann ist es auch zu schaffen. Die Devise heisst bis zum Schluss: Kämpfen, kämpfen, kämpfen!

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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