Aargauischer Fussballverband

Suhr gewinnt AFV-Wintermeisterschaft!

Der FC Suhr hat an der 6. AFV-Wintermeisterschaft dank eines 2:1-Finalsieges über Lokalmatador Gränichen triumphiert. Der goldene Treffer gelang dabei Ahmet Ceker vom Elfmeterpunkt kurz vor Schluss.

Zuerst hatte sich Ahmet Ceker noch verzweifelt die Haare gerauft. Soeben sah Suhrs Nummer 10 ihren sehenswerten Lupfer von der Lattenunterkante auf die Torlinie prallen – nur Millimeter fehlten zum vorentscheidenden 2:1. Doch nur 3 Zeigerumdrehungen später hatte Ceker doch noch Grund zum Jubeln: Vom Elfmeterpunkt verlädt er Gränichen-Hüter Manuel Fries eiskalt und sichert so seinen Farben doch noch den Sieg an der 6. AFV-Wintermeisterschaft.

Calvo: «Wir sind auf dem richtigen Weg»
Es war letztlich ein verdienter Sieg für die Suhrer, die im Final die technisch deutlich feinere Klinge führten und auch optisch den Gränichern überlegen waren. Diese Überlegenheit münzte Sven Käser bereits in der 7. Minute in die frühe Suhrer Führung um. «Die ersten 15 Minuten waren von uns hervorragend», konstatierte ein zufriedener FCS-Trainer Manuel Calvo nach Spielschluss, «danach nahmen wir bewusst etwas Tempo aus dem Spiel, um unsere Kräfte einzuteilen, was sich letztlich als richtige Entscheidung herausgestellt hat.»

Die Gränicher waren in diesem Final aber keinesfalls chancenlos – einer der wenigen Möglichkeiten nutzte Levin Knör in Minute 38 zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Und mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit wäre dem FCG in diesem Derby noch vor Ceker der Lucky Punch gelungen. Doch so behielten sie Suhrer das bessere Ende für sich, was Trainer Calvo natürlich freute: «Wir konnten heute gegen sehr gute Gegner bestehen, was uns zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Als Teil der Vorbereitung sieht Calvo die AFV-Wintermeisterschaft als ideal an: «Viele Vereine im Aargau verfügen über keinen Kunstrasen, so auch wir nicht. Deshalb ist es super, ermöglicht es der AFV, sich auf einer solch tollen Anlage hier in Gränichen auf die Rückrunde vorzubereiten.»

Menzo Reinach vergibt im Halbfinal 3 «Matchbälle»
Im Halbfinal zuvor musste Calvos Team einiges an Glück beanspruchen: Gegen Drittligist Menzo Reinach stand es nach der regulären Spielzeit 1:1 – der Ausgleich gelang den Suhrern erst mit der allerletzten Aktion. Im Elfmeterschiessen standen sie dreimal mit dem Rücken zur Wand, doch Menzo Reinach versagte jedes Mal die Nerven, als es den Sack hätte zumachen können. Und so scheiterte mit Menzos Sebastjan Nuhi der letzte (!) Feldspieler, der vorhin noch nicht zum Penalty angetreten war, sodass Suhr doch noch in den Final einziehen konnte.

Beim anderen Halbfinal zwischen Vorjahressieger Lenzburg und dem FC Gränichen musste beim Stand vom 1:1 ebenfalls die Lotterie aus 11 Metern entscheiden. Lenzburgs Jan Solak scheiterte an Gränichen-Hüter Manuel Fries, sein Teamkollege Radovan Radevic hämmerte das Leder an die Latte. In der regulären Spielzeit hatte es Luca Giampa vom Elfmeterpunkt besser gemacht, doch seine Führung konnte Gränichens Innenverteidiger Florian Müller ebenfalls im Duell Mann gegen Mann praktisch im Gegenzug wieder ausgleichen. Immerhin sicherte sich Lenzburg mit einem deutlichen 6:0-Erfolg über Menzo Reinach noch den 3. Rang. (Jonas Manouk)

Die Resultate der 6. AFV-Wintermeisterschaft

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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