Aargauischer Fussballverband

8. Aargauer Fussball-Nacht mit strahlenden Siegern

Über 450 Gäste im ausverkauften Campussaal in Brugg/Windisch kamen an der bereits 8. Aargauer Fussball-Nacht in den Genuss eines wunderbaren Abends. Der FC Fislisbach (vorbildlichster Verein), Shqiprim Thaqaj (Topskorer Saison 2018/19), Bruno Scherrer (Funktionär des Jahres) und Tuma Oezmen (Schiedsrichter des Jahres) waren die grossen Sieger.

Auch an der 8. Ausgabe führte SRF-3-Moderatorin Judith Wernli wie gewohnt mit viel Charme und Witz durch den Abend. Zu den Höhepunkten zählten erneut die Ehrungen von verdienten Persönlichkeiten aus der Aargauer Fussballszene. Zunächst durfte Shqiprim Thaqaj vom FC Klingnau die Torjägerkrone aus den Händen von Sandro Stroppa, dem neuen Präsidenten der Amateur Liga, entgegennehmen, nachdem in den 2 Jahren zuvor jeweils Gezim Zeqiraj vom FC Othmarsingen diese Ehre zuteil gekommen war. Thaqaj hatte in der letzten Saison mit seinen 30 Treffern massgeblichen Anteil am Aufstieg des FC Klingnau in die 2. Liga interregional und meinte selbstlos: „Ohne meine Mitspieler und den gesamten Staff des FC Klingnau würde ich heute nicht auf dieser Bühne stehen.“ Übrigens: Auch eine Liga höher ist Thaqaj mit 9 Hinrunden-Treffern bereits wieder Topskorer seines Teams.

Oezmen, Scherrer und FC Fislisbach geehrt
Zum „Schiedsrichter des Jahres“ wurde Tuma Oezmen (FC Masis Aarau) von Sascha Amhof, ehemaliger Super-League-Schiedsrichter und Ausbildungschef SFV, gekürt, aufs Podium geschafft haben es Christian Geiger (FC Bremgarten) und Florim Morina (SC Seengen). Seit über 35 Jahren arbitriert Oezmen und zeigte sich nach der Ehrung sichtlich gerührt: „Es ist einfach eine riesige Wertschätzung, diese Auszeichnung heute entgegennehmen zu dürfen! Die Schiedsrichterei ist mein allerliebstes Hobby, für mich ist jedes einzelne Spiel, das ich leiten darf, ein Highlight“, so der 60-Jährige.

Bei der Wahl zum "Funktionär des Jahres" machte Bruno Scherrer vom FC Gränichen das Rennen: Seit über 44 Jahren ist Scherrer beim FCG und war bereits in den verschiedensten Funktionen tätig – wie Oezmen zeigte sich auch Scherrer überwältigt, konnte seine Tränen aber zurückhalten: „Ich darf jetzt keine Emotionen zeigen, sonst werde ich wieder von meiner Frau ausgelacht.“ Den Award überreichte Roger Hegi, Direktor der Sport-Toto-Gesellschaft. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Franziska Wüthrich (FC Buchs) und Martin Benz (FC Leibstadt).

Ab sofort kann sich der FC Fislisbach mit dem Titel „Vorbildlichster Verein der Saison 2018/19“ schmücken. Die Ostaargauer haben in den Kategorien „Fairplay“, „Schiedsricher-Einsätze“, „Engagement“ und „Bussen und Gebühren“ am besten abgeschnitten. Ein sichtlich stolzer Vizepräsident Martin Dürr nahm die prestigeträchtige Auszeichnung mit einem Preisgeld von 7500 Franken aus den Händen des neuen SFV-Zentralpräsidenten Dominic Blanc entgegen und freute sich immens: „Diese Auszeichnung zeigt, dass wir unsere Arbeit gut machen und auf dem richtigen Weg sind. Das Preisgeld investieren wir wohl in den von uns so sehnlich gewünschten Kunstrasen.“ In den weiteren Rängen folgten der FC Turgi (2., 4000.- Preisgeld) und der FC Obersiggenthal (3., 3000.-), insgesamt wurde ein Preisgeld von 21‘000 Franken ausgeschüttet.

Ponte: „Es war erneut ein wunderbarer Abend!“
Neben den Ehrungen stand das Show-Programm im Zentrum. Zum einen sorgte der renommierte Kabarettist Rob Spence mit seinem unverkennbaren Humor für zahlreiche Lacher im rappelvollen Saal. Zuvor unterhielt Zauberer Roman Schönenberger die Anwesenden bestens und sorgte für einige staunende Gesichter.
Der neue AFV-Präsident Luigi Ponte zeigte sich ausserordentlich zufrieden: „Es war erneut ein wunderbarer Abend! Viele Funktionäre arbeiten still im Hintergrund und werden nicht so stark wahrgenommen, deshalb gebührt ihnen dieser Abend.“ (Jonas Manouk)

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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