Aargauischer Fussballverband

Noel Ott: «Die Vorfreude ist riesig!»

Die Schweizer Beach-Soccer-Nationalmannschaft startet am Donnerstag in Paraguay ins WM-Abenteuer. Im Exklusiv-Interview mit dem AFV spricht der Aargauer Superstar Noel Ott über die drei Gruppengegner, die Ziele der Schweiz und die erstmalige Live-Berichterstattung des Schweizer Fernsehens.

Noel Ott, am Donnerstag beginnt gegen die USA die Beach-Soccer-WM 2019. Die Vorfreude dürfte langsam aber sicher steigen?
Die Vorfreude ist riesig! Es ist das Highlight des Jahres und nicht selbstverständlich, dass die Schweiz dabei ist. Die Vorbereitung verlief sehr gut, nur leider konnten wir in den letzten Wochen aufgrund der kalten Temperaturen nicht mehr draussen trainieren und mussten in die St.-Jakob-Halle in Basel ausweichen. Personell können wir aber aus dem Vollen schöpfen und sind alle topmotiviert!

Die Schweiz hat sich als eine von nur 5 europäischen Nationen qualifiziert. Ist dies ein Beweis dafür, dass sich Beach Soccer in unserem Land mittlerweile auf einem Top-Level befindet?
Ja, definitiv. Die Spanier nehmen nun das zweite Mal hintereinander nicht an einer Weltmeisterschaft teil, wir hingegen sind bereits zum dritten Mal in Folge vertreten.

Wie stufst du die Schweizer Gruppengegner USA, Japan und Paraguay ein?
Die USA sind schwierig einzuschätzen, bei den Direktduellen haben wir sie jeweils besiegt. In den letzten Partien konnten sie jedoch gute Ergebnisse erzielen. Japan ist meiner Meinung nach der stärkste Gruppengegner, da stehen die Chancen für uns 50/50. Auf dem Papier sollten wir letztlich gegen die Japaner um den Gruppensieg spielen. Paraguay hingegen müssten wir spielerisch eigentlich überlegen sein, jedoch geniessen sie Heimvorteil, was nicht zu unterschätzen ist…

Wie lautet die Zielsetzung der Schweizer Nati?
Das Minimalziel ist sicherlich, die Gruppenphase zu überstehen. Im Viertelfinal dann spielen fast alle Teams auf ähnlichem Niveau, darum denke ich, dass wir uns auf die bewährte Taktik «step by step» fokussieren sollten.  

Im Viertelfinal lauern gemäss Papierform Italien oder Tahiti. Lautet ein Ziel, dem womöglich stärksten Gegner Italien aus dem Weg zu gehen?
Definitiv, Italien und Tahiti sollten sich durchsetzen, sofern alles normal läuft. Aktuell ist aber Italien womöglich doch etwas stärker einzuschätzen…

Erstmals überhaupt wird die Beach-Soccer-WM live im Schweizer TV gezeigt. Habt ihr die Champagnerkorken knallen lassen, als ihr von dieser News erfahren habt?
Mit der Tatsache, dass nun auch das SRF live dabei ist, wird die Vorfreude noch etwas gesteigert und wir sind noch etwas angespannter vor den WM-Spielen. Wir haben diese Nachricht hocherfreut zur Kenntnis genommen. Das wird wieder ein super Schaufenster für jeden Nationalspieler sein. Wir sind uns sicher: Wenn sich jemand für Fussball interessiert, wird er oder sie sich die Spiele auch anschauen. (HHU)
 

TV-HINWEIS:

Schweiz – USA: Donnerstag, 21.11., live ab 21.45 Uhr auf SRF 2
Schweiz – Paraguay: Sonntag, 24.11., 01.00 Uhr via SRF-Livestream
Schweiz – Japan: Montag, 25.11., live ab 21.45 Uhr auf SRF 2

 

Noel Ott wurde 1994 in Baden geboren und lief 59 Mal für die Nati auf, wobei er 101 Tore erzielte.

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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