Aargauischer Fussballverband

Lenzburg überwintert als Leader

Bereits seit längerem steht der FC Lenzburg als Wintermeister der 2. Liga AFV fest. Im letzten Spiel vor der Winterpause verpasste er es jedoch, sich im Spitzenkampf mit Verfolger Rothrist noch mehr von der Konkurrenz abzusetzen und verlor mit 0:2. Der FC Mutschellen drehte derweil eine verrückte Partie gegen Schönenwerd-Niedergösgen.

Lenzburg gegen Rothrist war nicht nur das Duell Erster gegen Zweiter – mit Fidan Tafa (FCL) und Volkan Karaboga (FCR) standen sich auch die beiden Topskorer der 2. Liga AFV gegenüber. Nachdem zuerst beide beste Möglichkeiten ausgelassen hatten, schlug Volkan Karaboga eine Viertelstunde vor Schluss eiskalt zu und führte mit dem 2:0 für seine Farben die Vorentscheidung herbei. Nur kurz zuvor hatte Denis Emmenegger Rothrist nach einem Missverständnis in Lenzburgs Defensivverbund alleinstehend vor FCL-Hüter Stephan Wernli Rothrist in Führung gebracht. Nach diesem Vollerfolg haben die Westaargauer im Nachtragsspiel gegen Gränichen vom Dienstag damit die Möglichkeit, nur 3 Zähler hinter Leader Lenzburg zu überwintern.

Ein wahres Spektakel bekamen die Zuschauer auf der Burkertsmatt beim Duell Mutschellen gegen Schönenwerd-Niedergösgen geboten. Ein Dreierpack von Michael Ludäscher reichte dem keck aufspielenden Aufsteiger aus dem Kanton Solothurn nicht für einen Punktgewinn, auch wenn er nach einer knappen Stunde scheinbar vorentscheidend mit 3:1 davonzog. Doch Timon Groth per Penalty, Vincenzo Merendino und erneut Timon Groth stellten die Partie innert 13 Minuten auf den Kopf und bescherten dem FC Mutschellen nach zuletzt 5 sieglosen Partien doch noch drei nicht mehr für möglich gehaltene Punkte.

Ebenfalls 7 Tore gab es bei Kölliken gegen Suhr zu bestaunen. Bis zum Anbruch der Nachspielzeit war das Spiel ausgeglichen und umkämpft gewesen, ehe Güven Polat, auf diese Saison hin von Suhr nach Kölliken gewechselt, sowie Elia Scheidegger für den FCK auf 5:2 stellten. Zuvor hatte Suhrs Sven Käser mit einem Doppelpack den frühen 0:2-Rückstand ausgleichen können, ehe Ivan Almeida nach einer guten Stunde mit seinem Tor zum wegweisenden 3:2 Kölliken auf die Siegesstrasse brachte.

Einen 5:1-Kantersieg feierte der FC Wohlen 2 gegen Gontenschwil, wobei sich Loris Eberhard und Michael Rupp als Doppeltorschützen feiern lassen konnten. Der FC Fislisbach konnte nach zuletzt 2 Niederlagen in Serie wieder einmal einen Vollerfolg feiern: Beim Gastspiel in Sarmenstorf erzielte FCF-Flügelspieler Christan Maier mit einem abgefälschten Schuss eine Viertelstunde vor Schluss den goldenen Treffer, nachdem zuvor Stürmer Christian Gasane in Minute 40 nur den Innenpfosten getroffen hatte. Keine Tore fielen beim Duell zwischen dem FC Gränichen und dem FC Oftringen.

 

zurück

Teste dich jetzt:

30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

12.09.2018

Josef Schmölzer

19.08.2014

Kecke Aufsteiger

27.05.2014

Penalty-Poker

Facebook-Stream

Football-Pool