Aargauischer Fussballverband

Lenzburg setzt sich ab – Wohlen siegt bei Torfestival

Der FC Lenzburg bezwingt im Spitzenkampf den FC Suhr mit 3:1 und zieht an der Spitze mit nunmehr 8 Punkten Vorsprung einsam seine Kreise. Der FC Wohlen siegte derweil in Fislisbach nach einer verrückten 2. Halbzeit spektakulär mit 5:3. Fun Fact: 25 der insgesamt 27 Tore fielen im 2. Durchgang!

Die Differenz machte Lenzburg im 2. Umgang, als es nach zwei Toren von Fidan Tafa (58./90.) und einem von Tomislav Bajo (72.) mit 3:0 davonzog – Ahmet Cekers sehenswerter Treffer aus der zweiten Reihe in der Nachspielzeit war für Suhr nur noch Resultatkosmetik. In der 1. Halbzeit hatte Suhr-Keeper Dominic Stutzer sein Team abermals vor einem früheren Rückstand bewahrt – der Sieg für den stark aufspielenden Leader war mehr als verdient.

Fussball verrückt in Fislisbach! Nach einer torlosen 1. Halbzeit fielen die Tore beim Duell Fislisbach gegen Wohlen 2 wie reife Früchte: Nachdem Christian Gasane den 1:2-Anschlusstreffer eine Viertelstunde vor Schluss erzielt hatte, zappelte der Ball in der Folge in 11 Minuten ganze 5 Mal in den Maschen – rekordverdächtig! Erst gelang Gasane mit seinem 2. Treffer des Abends den vielumjubelten 2:2-Ausgleich, doch Luca Romano und Michael Rupp mit einer Doublette innert einer Minute stellten den alten 2-Tore-Vorsprung wieder her. Danach brachte abermals Gasane die Hoffnungen auf Fislisbacher Seite zwar kurzzeitig zurück, diese machte Colin Saxer in der Nachspielzeit jedoch zunichte. Dank diesem Sieg rückt Wohlen 2 bis auf einen Punkt an den FCF auf Rang 8 heran.

Ebenfalls äusserst torreich präsentierte sich die 2. Halbzeit der Partie zwischen Schönenwerd-Niedergösgen und Kölliken. Nachdem es torlos in die Pause gegangen war, eröffnete Michael Ludäscher nach einer knappen Stunde das Skore für «Schöni», welches der Gast aus Kölliken durch Arton Tishuki umgehend wieder ausgleichen konnte. Danach drehte das Heimteam jedoch gehörig auf und siegte dank Treffern von Jan Arnet, Angelo Petralito sowie erneut Michael Ludäscher mit 4:1 und klettert auf Rang 4

Treffer in den zweiten 45 Minuten zu erzielen schien in der aktuellen 2.-Liga-Runde in der Tat Mode zu sein. Auch in Othmarsingen fielen sämtliche Tore nach dem Seitenwechsel. Gezim Zeqiraj und Hajrullah Murati trafen beide doppelt, Loris Aversa erzielte für das Schlusslicht aus Oftringen den Ehrentreffer. Für Othmarsingen war es der erste Vollerfolg nach zuletzt 6 sieglosen Partien.

Dass die Mannschaft von Trainer Beat Dünki nicht über den Strich kletterte, lag am Vollerfolg des FC Sarmenstorf im Derby beim FC Niederwil. Raphael Peterhans hatte das Heimteam nach einem groben Schnitzer in Sarmenstorf Defensivverbund zwar früh in Front gebracht, Philipp Strebel mittels sehenswertem Freistoss (27.) sowie Michael Stutz (69.) drehten die Partie jedoch kurzzeitig. Und nach Michael Schertenleibs Ausgleich vom Elfmeterpunkt stach FCS-Joker Yannik Hubel kurze Zeit später – beim 3:2 blieb es letztendlich. Die Tore der Partie können Sie hier anschauen: https://www.football.ch/afv/Aargauischer-Fussballverband/Verband/Vereine-AFV/Verein-AFV.aspx/v-269/t-30201/sg-53331/ls-18276/tg-3271143/

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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