Aargauischer Fussballverband

Leader Lenzburg baut seinen Vorsprung aus

Der FC Lenzburg hat den FC Gontenschwil auswärts gleich mit 5:1 bezwungen und liegt nach der gleichzeitigen Niederlage von Mutschellen beim Aufsteiger Fislisbach, der auf Rang 3 klettert, neu 6 Punkte vor der Konkurrenz. Die ersten Punkte überhaupt holte derweil Oftringen, das im Kellerduell den FC Niederwil mit 5:2 bezwang.

Auf Fidan Tafa ist momentan Verlass: Beim 5:1-Sieg seines FC Lenzburg in Gontenschwil steuerte der Stürmer 3 Tore bei, es waren seine Saisontreffer 11, 12 und 13, womit er in der Torschützenliste der 2. Liga AFV mit Rothrist-Topskorer Volkan Karaboga gleichzieht. Gontenschwil-Spielertrainer Dany Bolliger hatte seine Farben zwar nach einer knappen halben Stunde in Führung gebracht, Tafa drehte die Partie aber noch vor Ablauf einer Stunde. In der Folge sorgten erneut Tafa, sein Sturmpartner Tomislav Bajo sowie Dominik Gisler für das letztlich klare Verdikt.

Aufsteiger Fislisbach mischt aktuell die Liga gehörig auf: Das 3:1 im Heimspiel gegen Mutschellen war der 3. Sieg in Folge und beschert dem Team von Trainer Christian Jäggi den 3. Rang – Ryan Allmann war mit 2 Treffern der gefeierte Mann auf Fislisbacher Seite. Dank diesem erneuten Vollerfolg zieht der FCF in der Tabelle mit Mutschellen gleich, 4 Niederlagen stehen 6 Siegen gegenüber. Fun Fact am Rande: Das letzte Unentschieden der Esp-Equipe datiert vom März 2018 (0:0 in Mellingen)!

Neu erster Verfolger von Spitzenreiter Lenzburg ist der FC Rothrist, der zuhause Sarmenstorf mit 4:2 bezwang. Für einmal blieb FCR-Goalgetter Karaboga ohne Tor – dafür sprang sein Sturmpartner Kastriot Hasanramaj in die Bresche und steuerte 2 Treffer bei. Bereits zur Halbzeit stand es 3:0 für die Hausherren, Sarmenstorf kam jeweils nur auf 1:3 beziehungsweise 2:4 heran, wobei Joel Scheuber beide Tore für die Freiämter erzielte.

Die ersten Punkte der laufenden Saison überhaupt einfahren konnte der FC Oftringen, der zuhause Niederwil mit 5:2 bezwang und so die rote Laterne gleich an den Gegner weiterreichte. Nachdem es bis kurz vor dem Ende 2:2 gestanden hatte, drehten die Oftringer in der Schlussphase gehörig auf und erzielte noch drei Treffer – Dominik Sieber und Joker Furkan Tan waren mit je 2 Treffern die gefeierten Figuren auf Oftringer Seite.

Bereits am Freitag kanterte der FC Suhr vor eigenem Anhang Othmarsingen mit 5:0 nieder. Mit Davut Bektas, der gar doppelt traf, und Selim Kul reihten sich bei Suhr zwei Spieler in die Torschützenliste ein, die im Sommer von Othmarsingen auf die Hofstattmatten gewechselt waren. Während der FCO weiter unter dem Strich liegt, hat der FC Suhr nach Verlustpunkten lediglich 2 Zähler Rückstand auf den Leader FC Lenzburg.

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30.10.2019

Armando Granzotto (Präsident Wettspielkommission AFV)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Die Aargauer Fussballfans bekamen in der abgelaufenen Hinrunde auf den hiesigen Sportplätzen wiederum packende Duelle, spektakuläre Spielzüge und schöne Tore geboten. In den 91 Hinrunden-Partien zappelte der Ball insgesamt 354 Mal im Netz, was im Schnitt fast 4 Treffer pro Spiel bedeutet. Die 2. Liga AFV ist aber nicht nur spektakulär – auch an Spannung mangelt es ihr bei Weitem nicht. An der Spitze der Tabelle konnte sich der FC Lenzburg zwar mit 6 Punkten Vorsprung etwas absetzen, dahinter befinden aber ein paar Teams in Lauerstellung! Weiter konnten die 3 Aufsteiger Fislisbach (6.), Schönenwerd-Niedergösgen (8.) und Sarmenstorf (11.) überzeugen und befinden sich allesamt über dem Strich. Im Rahmen der «drei ???» zieht Armando Granzotto, Wettspielkommissionspräsident des AFV, Bilanz zur Hinrunde.

1. Armando Granzotto, Sie wohnten wohl in jeder Runde mindestens einem 2.-Liga-Spiel bei – wie fällt Ihre persönliche Bilanz zur abgelaufenen Hinrunde aus?
Ich habe tatsächlich mindestens ein 2.-Liga-Spiel pro Runde gesehen, oft waren es 2, ab und zu sogar 3! Meine persönliche Bilanz fällt sportlich gesehen durchwegs positiv aus. Ich habe in dieser Vorrunde viele Partien gesehen, welche spielerisch auf einem hohen Niveau waren. Auch aus Sicht der Kontroll- und Disziplinarkommission macht die 2. Liga AFV momentan grosse Freude. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass wir in unserer höchsten Liga die wenigstens Probleme in Sachen Unsportlichkeit haben. Dies spricht aber auch für die Schiedsrichter und deren Assistenten. Etwas aussergewöhnlich ist zudem die Tatsache, dass sich im Axpo Aargauer Cup unter den letzten 8 Vereinen nur noch drei 2.-Ligisten befinden.

2. Wer zählt für Sie zu den positiven Überraschungen?
Zu den positiven Überraschungen zählt für mich ganz klar der FC Fislisbach. Obwohl das Kickoff-Spiel verloren ging, war für mich schon damals klar, dass diese Mannschaft eine gute Saison spielen wird. Mit Rang 6 als bester Aufsteiger hat sie meine Vorahnung in der Vorrunde dann auch bestätigt. Zudem ist für viele sicherlich der FC Sarmenstorf eine kleine Überraschung, nicht jedoch für mich. Trainer Michael Winsauer hat offensichtlich neuen Schwung in die Mannschaft bringen können und es ist extrem schwierig, im Bühlmoos gegen diese Truppe zu spielen. Sie spielen aggressiv und oft am Limit, aber immer im Rahmen des Erlaubten. Zudem verfügen sie mit Patrick Schmidt über einen sehr starken Torwart, was im Kampf gegen den Abstieg ein sehr grosses Plus sein kann. Dass der FC Lenzburg als Leader überwintert ist für mich die Folge von kontinuierlicher Arbeit im Verein. Die Mannschaft wirkt unter Trainer Emilio Munera sehr ausgeglichen und ich glaube, sie ist nicht von einzelnen Spielern abhängig, was ein grosser Vorteil ist. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der FC Rothrist dem FC Lenzburg bis zum Schluss den Titel wird streitig machen können, auch wenn er am Dienstag beim FC Gränichen einen kleinen Dämpfer erlitt.

3. Wenn Sie sich etwas für die kommende Rückrunde wünschen könnten, was wäre das?
Ich wünsche mir für die Rückrunde eigentlich dasselbe wie vor jeder Saison, nämlich, dass sich möglichst wenig Spieler verletzen und sich alle, nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Zuschauer und Funktionäre an die Regeln und Weisungen halten. Eigentlich wünschte ich mir zudem, dass jeder Trainer mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele erreicht. Da dies bekanntlich nicht möglich ist und es im Sport auch Verlierer geben muss, möchte ich an folgendes Zitat aus der Mongolei erinnern: "Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer hat gute Freunde!"
 

 

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