Aargauischer Fussballverband

Aufsteiger Fislisbach gelingt Coup in Suhr

Der FC Fislisbach bezwingt auswärts den FC Suhr mit 2:1 und klettert damit auf Rang 5. Nicht über ein 2:2 in Sarmenstorf hinausgekommen ist der FC Mutschellen, bleibt aber Leader. Nach miserablem Saisonstart immer besser in Fahrt kommt Wohlen 2.

Es war Fislisbachs Sommertransfer Christian Gasane, der das Spiel kurz vor Ablauf einer Stunde mit seinem Treffer zum 2:1 entschied. Der Stürmer, der bereits in der 1. Liga zum Einsatz gekommen und zuletzt für United Zürich in der 2. Liga interregional auf Torejagd gegangen war, wechselte Ende August aufs Esp. Kurz vor Gasanes Siegestor hatte Noaim Bayazi für Suhr den Ausgleich erzielt. In Halbzeit 1 war Yannic Frei für den FCF kurz vor dem Pausentee erfolgreich. Dank dem 3. Sieg im 5. Spiel klettert der Aufsteiger auf Rang 5 und zieht punktemässig bei einem Spiel weniger mit Suhr gleich.

An der Spitze behaupten konnte sich der FC Mutschellen. Das 2:2 bei Aufsteiger Sarmenstorf liest sich auf den ersten Blick zwar wie 2 verlorene Punkte, doch die Mannschaft von Trainer Sergio Colacino kam äussert glücklich zu diesem Remis: Mit Thierry Huber 10 Minuten vor dem Ende und Mario Kretz tief in der Nachspielzeit stachen beide Joker von Trainer Colacino und so schaffte der amtierende Cupsieger den Ausgleich in extremis. In Halbzeit 1 hatten Raniero Schmidli (7.) und Philipp Strebel kurz vor dem Seitenwechsel «Sarmi» in Führung gebracht.

Den Rückstand auf Leader Mutschellen auf einen Punkt verkürzen konnte Verfolger Lenzburg. Die Mannschaft von Trainer Emilio Munera kam bei Gränichen zu einem letztlich verdienten 2:0-Erfolg, wobei Fidan Tafa (36.) und Ardit Gashi (85.) die Treffer erzielten. Die Gunst der Stunde im Gegensatz zu Lenzburg nicht nutzen konnte der FC Kölliken. Die Westaargauer unterlagen in einer spektakulären Partie beim FC Othmarsingen mit 3:5. Nach Goran Antics früher Führung für Kölliken sorgten Estany De Sousa, Kristijan Bushaj und Dimitrija Bogdanovcki mit einer Triplette innert 7 (!) Minuten für die 3:1-Pausenführung ihrer Farben. Kurz nach dem Seitenwechsel führte Albert Pjetri mit seinem Treffer zum 4:1 die Vorentscheidung herbei.

Seit dem Trainerwechsel nach den 3 erfolglosen ersten Runden läuft es dem FC Wohlen 2:  Das 3:1 in Niederwil war der 2. Vollerfolg de suite, wobei Dardan Ramoja und Michael Rupp erst in der Schlussphase für die Entscheidung besorgt waren. Dank diesem Sieg verlassen die Wohler die Abstiegszone fürs erste, Niederwil hingegen bleibt auf dem zweitletzten Platz kleben. Noch immer ohne Punkte am Tabellenende liegt der FC Oftringen. Beim 1:2 gegen Gontenschwil war es Michael Meier, der die Gäste aus dem Wyntental mit 2 Toren auf die Siegesstrasse brachte. Zu mehr als Loris Aversas Anschlusstreffer nach einer guten Stunde kamen die Oftringer in der Folge nicht mehr.

Der FC Rothrist feierte gegen Schönenwerd-Niedergösgen einen veritablen Kantersieg. Beim 6:0 war Goalgetter Volkan Karaboga der gefeierte Mann, der 4 (!) Treffer beisteuerte. Für Rohrist war es nach 3 Niederlagen zum Saisonauftakt der 2. Sieg in Serie. Diametral anders präsentiert sich der Saisonverlauf für Schönenwerd-Niedergösgen: Nach 3 Siegen zum Saisonstart musste das Team von Trainer Daniel Ludäscher zuletzt 2 Mal als Verlierer vom Feld.

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16.10.2019

Adis Kajtazovic (FC Entfelden)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Alle 3 bisherigen Runden im Axpo Aargauer Cup hat Drittligist Entfelden überstanden – und dabei dreimal einen Zweitligisten ausgeschaltet! Nach Oftringen und Titelverteidiger Mutschellen musste am Dienstagabend im Derby auch der FC Gränichen nach einem dramatischen Sieg inklusive Last-Minute-Ausgleich mit anschliessendem Elfmeterschiessen dran glauben. Der Trainer der «Riesentöter», Adis Kajtazovic, stellte sich nach dem abermaligen Coup seiner Mannschaft den «drei ???».

1. Adis Kajtazovic, wie war es während des Dramas gestern Abend gegen Gränichen um Ihre Nerven bestellt?
Nervlich war es in der Tat eine enorme Belastungsprobe. Bereits die beiden Cup-Spiele zuvor gingen zwar ins Elfmeterschiessen (Oftringen) beziehungsweise in die Verlängerung (Mutschellen), aber dieses Mal war es schon sehr speziell, zumal wir in der regulären Spielzeit die bessere Mannschaft waren und dann mit dem allerletzten Angriff inklusive stürmenden Torwart doch noch zum verdienten Ausgleich kamen. Der Sieg wurde natürlich ausgiebig gefeiert, ich für meinen Teil hatte vorsorglich heute Mittwochmorgen in quasi weiser Voraussicht frei genommen (schmunzelt).

2. Die «Rolle des David» scheint Ihnen und Ihrem Team zu liegen! Wie erklären sie es sich, dass sie nun dreimal in Folge einen Zweitligisten eliminiert haben?
Da muss ich etwas ausholen: Nach meiner Rückkehr nach Entfelden im vergangenen Winter spielten wir eine sensationelle Rückrunde, sodass wir uns für diese Saison sowohl in der Meisterschaft, als auch im Cup hohe Ziele steckten. In der Vorbereitung testeten wir bewusst gegen vier Zweitligisten, sodass wir uns an ein hohes Tempo gewöhnen konnten. Starke Gegner scheinen uns grundsätzlich zu behagen, haben wir in der Meisterschaft doch gegen höher eingeschätzte Teams gewonnen und alle drei Niederlagen gegen schwächere, tief stehende Teams bezogen. Dieses «Problem» ist definitiv im mentalen Bereich anzusiedeln und daran müssen wir arbeiten. Aber momentan geniessen wir unseren Höhenflug, auch für mich ist diese Cup-Kampagne in meinen über 15 Jahren Trainer beim FC Entfelden ein absolutes Highlight. Nachdem wir damals zweimal in den Aufstiegsspielen gescheitert waren, trennten sich die Wege von mir und dem FC Entfelden, woraufhin es sportlich mit der 1. Mannschaft doch ziemlich bergab ging, sodass man mich wieder zurückholte. Dass es nun so gut läuft, ist auch für mich persönlich eine grosse Genugtuung. Sowohl als Spieler, wie auch als Trainer stand ich noch nie in einem Cupfinal. Stellen Sie sich vor, ich habe nicht einmal im Cup-Wettbewerb überwintert, spätestens im Achtelfinal war jeweils Schluss! Nachdem bereits so viele Zweitligisten gescheitert sind, bietet sich uns nun eine fast schon historische Chance, etwas ganz Grosses zu erreichen.

3. Nun stehen Sie bereits im Viertelfinal – wen wünschen Sie sich als Gegner?
Das ist eine ganz schwierige Frage. Eigentlich wünscht man sich ja jeweils einen Gegner aus der gleichen oder einer tieferen Liga. Doch wenn man bedenkt, dass wir bislang drei Zweitligisten ausgeschaltet haben, wäre es vielleicht gar nicht mal so verkehrt, wenn wir noch einen vierten zugelost bekommen (lacht). Bei Ihrer Frage befinde ich mich etwas in einer Zwickmühle, aber nüchtern betrachtet wäre ein schwächerer Gegner schon mal schön (schmunzelt).

 

12.09.2018

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