Aargauischer Fussballverband

Schönenwerd-Niedergösgen überrascht zum Auftakt

Aufsteiger Schönenwerd-Niedergösgen hat vor eigenem Anhang Absteiger Wohlen 2 mit 3:0 bezwungen und punktete damit als einziger der 3 Liga-Neulinge. Der FC Kölliken feierte derweil einen 3:1-Derbysieg beim FC Rothrist.

Den Grundsteil zum Überraschungserfolg legte Schönenwerd-Niedergösgen in der Anfangsphase, als man nach Toren von Jan Arnet (3.) und Fabian Souto (12.) bereits mit 2 Längen in Front lag. In der Nachspielzeit war es wiederum Souto, der für den 3:0-Endstand besorgt war. Bei Wohlen spielte Ex-Profi und Spielertrainer Alain Schultz durch, konnte die Auftaktniederlage seines Teams aber auch nicht verhindern.

Weniger erfolgreich als Schönenwerd-Niedergösgen gestalteten die anderen beiden Aufsteiger ihre Premieren: Nachdem Fislisbach am Freitag im Kickoff-Spiel in Gontenschwil ohne Punkte geblieben war (hier geht es zum Matchbericht), musste auch Sarmenstorf im Heimspiel gegen Othmarsingen den Platz als Verlierer verlassen, wobei man einen veritablen Horror-Start erlebte: Noch keine 2 Minuten waren gespielt, als FCO-Stürmer Kristjan Bushaj zum 1:0 für die Gäste einnetzte. Nach einer guten halben Stunde erhöhte Jamie Specker zum 2:0 und eine Viertelstunde vor Schluss machte Estany De Sousa den Deckel zum 3:0-Schlussstand drauf.

Im Derby zwischen Rothrist und Kölliken behielt der Gast die Oberhand: In der Pause führte der FCK nach Toren von Robin Hängärtner und Goran Antic bereits mit 2:0. Nach einer Stunde brachte Kastriot Hasanramaj mit dem Anschlusstreffer zwar die Hoffnungen auf Rothrister Seite zurück, welche Albert Marku in der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 3:1 jedoch zunichte machte.

Das torreichste Spiel der Auftaktsrunde ereignete sich zwischen dem FC Oftringen und dem FC Lenzburg. Spannung kam beim 5:2-Auswärtssieg des FCL jedoch kaum auf, zu dominant trat der Gast auf und führte zur Pause bereits mit 4:0, wobei sich Fidan Tafa als Doppeltorschütze feiern lassen konnte. Beide Tore für Oftringen erzielte Zelimir Skopljak zum 1:4 respektive 2:5-Endstand. Einen Last-Minute-Sieg feiern konnte derweil der FC Gränichen beim Gastspiel in Niederwil. Erst in der 7. Minute der Nachspielzeit gelang Dario Füchslin per Kopf das Siegestor zum 2:1.

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18.09.2019

Hans Reimann (FC Frick)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Es läuft beim FC Frick, und zwar so richtig! Sowohl das „1a“, das vergangenen Saison aus der 2. Liga AFV abgestiegen war, wie auch das „1b“, im Sommer aufgestiegen aus der 4. Liga, belegen in ihren 3.-Liga-Gruppen den 1. Rang. Eine wohl historische Momentaufnahme! Ein spürbar stolzer Hans Reimann, Vereinspräsident seit Anfang 2019, gab ihm Rahmen der „drei ???“ Auskunft zum Höhenflug seines FC Frick.

1. Hans Reimann, der Blick auf die beiden 3.-Liga-Tabellen dürfte Ihnen momentan helle Freude bereiten, oder?
Das tut der Fricker Seele vor allem nach dem Abstieg der 1. Mannschaft aus der 2. Liga AFV vergangene Saison natürlich enorm gut. Dass gleich beide Mannschaften so gut aus den Startlöchern kommen, konnte man nicht erwarten. Natürlich ist es unser Anspruch, dass das 1a den direkten Wiederaufstieg bewerkstelligen kann. Beim 1b geht es aber eigentlich primär mal darum, dass es so viele Punkte wie möglich sammelt und nichts mit dem Abstieg zu tun hat.

2. Wie erklären Sie sich den momentanen Höhenflug beider Teams?
Das 1a ist trotz Abstieg bis auf Durim Ibrahimi, der im Sommer zu den Eagles Aarau wechselte, grossmehrheitlich zusammengeblieben. Auch unser 1b ist eine eingespielte Truppe, die sich seit vielen Jahren bestens kennt, einige gingen sogar bereits zusammen zur Schule. Zudem hat das Team dank dem neuen Trainerduo, das im vergangenen Winter übernommen hatte, noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Ein weiterer Faktor ist aus meiner Sicht bestimmt auch unsere Top-Infrastruktur, die sich stetig verbessert; wir verfügen über einen Kunstrasen, einen wunderbaren Hauptplatz und bekommen, wenn alles nach Plan läuft, Anfang März 2020 ein neues, schmuckes Clubhaus. An dessen Errichtung beteiligen sich viele Spieler unserer Aktiv-Mannschaften ehrenamtlich und sie merken, dass bei uns in Frick etwas entsteht. Dieser Fakt scheint zu beflügeln und man spürt förmlich, dass die täglich sichtbaren Veränderungen eine Euphorie im gesamten Verein auslösen.

3. Würde sich an der momentanen Tabellensituation bis zum Schluss nichts mehr ändern, wäre laut Reglement nur eine Mannschaft aufstiegsberechtigt. Haben Sie sich mit diesem Szenario im Verein bereits auseinandergesetzt?
Nein, nein, dafür ist es definitiv noch zu früh (lacht). Damit beschäftigen wir uns, wenn es dann soweit sein sollte, doch die Chance ist doch ziemlich klein. Wir wären bereits wunschlos glücklich, wenn eine Mannschaft die Saison auf einem Aufstiegsplatz beenden würde – der Zeitpunkt des Aufstieges wäre kurz nach der Eröffnung unseres neuen Clubhauses schlicht perfekt.

12.09.2018

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