Aargauischer Fussballverband

Kölliken und Klingnau weiter im Gleichschritt

Hochspannung in der 2. Liga AFV! 2 Runden vor Schluss liegt Leader Klingnau (4:2 gegen Suhr) weiterhin 2 Punkte vor dem FC Kölliken (1:0 in Niederwil). Defintiv abgestiegen ist derweil der FC Mellingen, zudem siegte Oftringen beim frischgebackenen Cupsieger Mutschellen mit 2:1 und hat nun 3 Zähler Vorsprung auf den FC Frick und die Abstiegsplätze.

Den goldenen Treffer für Kölliken erzielte Arton Tishuki bereits nach 6 Minuten. Es war eine Wembley-Tor, wie es im Buche steht, so lässt sich doch nicht abschliessend sagen, ob der Ball nach dem Geschoss von Tishuki an die Lattenunterkante die Torlinie in der Folge tatsächlich mit vollem Umfang überquert hat. Dank diesem Sieg können die Kölliker den Rückstand auf den ebenfalls siegreichen Leader aus Klingnau auf 2 Punkte halten.

Klingnau hatte mit dem FC Suhr auf dem Papier den stärkeren Gegner zu bezwingen. Beim 4:2-Heimsieg konnten sich die Aaretaler abermals auf ihren Topskorer Shqiprim Thaqai verlassen, der drei Treffer beisteuerte. Dabei war Suhr nach noch nicht mal 60 gespielten Sekunden durch Ahmet Ceker in Führung gegangen, doch Thaqaj konnte bereits 3 Zeigerumdrehungen später den Fehlstart seines Teams korrigieren. Suhr hatte sogar noch ein zweites Mal durch Noaim Bayazi in Führung gehen können, doch erneut reagierte der FCK umgehend und glich durch Nexhdet Gusturanaj noch vor dem Pausentee. In der Schlussphase war es dann Thaqai, der mit zwei weiteren Toren (77./88.) den Sieg in trockene Tücher brachte.

Die sportliche Relevanz hielt sich beim Duell Lenzburg gegen Rothrist in Grenzen, vielmehr versprach der Kampf um die Torjägerkrone Spannung, liefern sich doch Klingnaus Thaqaj und Rothrists Volkan Karaboga seit Wochen ein Duell auf höchstem Niveau. Wie Thaqaj traf auch Karaboga beim 5:3-Auswärtssieg seiner Mannschaft dreimal, sodass er 2 Runden mit 26 erzielten Treffern weiterhin 2 Tore vor seinem Konkurrenten liegt. Bei Lenzburg konnte sich Mehmet Chupi als Doppeltorschütze auszeichnen.

Einen eminent wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg konnte der FC Oftringen bejubeln. Die Mannschaft von Trainer Giuseppe Aversa siegte beim frischgebackenen Cupsieger Mutschellen dank eines imposanten Schlussspurts mit 2:1. Das Heimteam war nämlich kurz vor Ablauf einer Stunde durch Roger Pfyl in Führung gegangen, doch Dominik Sieber und Zelimir Skopljak per Penalty konnten in der Schlussphase innert 10 Minuten die Partie noch drehen. Damit liegt Oftringen zwei Runden vor Schluss 3 Zähler vor seinem Konkurrenten Frick und den Abstiegsplätzen.

Aufgrund dieses Sieges der Oftringer hat sich der FC Mellingen definitiv aus dem Klassenerhalt-Rennen verabschiedet: Die Reusstaler unterlagen in Gontenschwil gleich mit 2:7 und haben rechnerisch keine Chancen mehr auf den Ligaerhalt. FCG-Captain Dany Bolliger stellte mit seinen ersten beiden Saisontoren überhaupt die Weichen in der Anfangsphase bereits früh auf Sieg.

Spannend an der Spitze ist es 3 Runden vor Schluss auch in der 3. Liga. In der Gruppe 1 hat der FC Schönenwerd-Niedergösgen mit 5 Punkten Vorsprung die besten Karten für den direkten Aufstieg. Dahinter streiten sich Küttigen, Rupperswil und Menzo Reinach um die Plätze in den Aufstiegsspielen. Entfelden hat nur noch theoretische Chancen. In der Gruppe 2 sind die ersten 3 Teams bereits bekannt, an der Spitze liegt Brugg punktgleich mit dem FC Fislisbach, weist jedoch die geringere Anzahl Strafpunkte auf. Dahinter folgt der FC Sarmenstorf auf Rang 3 mit 4 Zählern Rückstand auf das Spitzen-Duo.

Die letzten beiden Runden in der 2. Liga AFV:

Di 04.06.2019 (alle 20.00 Uhr)
FC Klingnau - FC Niederwil
FC Suhr - FC Lenzburg
FC Rothrist - FC Othmarsingen
FC Frick - FC Mutschellen
FC Oftringen - FC Gränichen
FC Aarau 2 - FC Gontenschwil
FC Mellingen - FC Kölliken

Sa 08.06.2019 (alle 17.00 Uhr)
FC Niederwil - FC Mellingen
FC Kölliken - FC Aarau 2
FC Gontenschwil - FC Oftringen
FC Gränichen - FC Frick
FC Mutschellen - FC Rothrist
FC Othmarsingen - FC Suhr
FC Lenzburg - FC Klingnau

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21.05.2019

Danijel Kovacevic (FC Klingnau)

Von Jonas Manouk, stv. Medienchef AFV
manouk.jonas@football.ch

Nach durchzogener Vorrunde war auch der Start ins Jahr 2019 mit 2 Meisterschafts-Niederlagen und dem Cup-Out als Titelverteidiger im Viertelfinal beim Drittligisten Sarmenstorf für den FC Klingnau alles andere als berauschend. Dann aber drehten die Aaretaler so richtig auf, blieben in den darauffolgenden 7 Spielen ungeschlagen und holten deren 19 von 21 möglichen Punkten! Dieses Hoch gipfelte nun am vergangenen Spieltag mit dem Erklimmen der Tabellenspitze auf Kosten von Langzeit-Leader Kölliken. Können die Klingnauer Ihren Lauf bis zum Ende durchziehen? Wir haben FCK-Trainer Danijel Kovacevic im Rahmen der «drei ???» zur aktuellen Lage befragt.

1. Danijel Kovacevic, seit dem Cup-Out und den 2 Niederlagen zum Rückrunden-Start läuft es Ihrem Team richtig rund, zum Auftakt Ihrer Serie fügten sie dem damaligen Leader Kölliken am 18. Spieltag die erste Saison-Niederlage überhaupt zu. Worauf gründet diese markante Leistungssteigerung?
In der Wintervorbereitung standen viele unserer Leistungsträger aufgrund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht zur Verfügung. Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist es normal, dass die ersten Rückrunden-Spiele sich als schwierig gestalten, damit mussten wir rechnen. Ich möchte aber festhalten, dass das Mannschaftsklima bei uns stets hervorragend war und wir uns auch nach Niederlagen nie aus der Ruhe bringen liessen.

2. Vor rund einem Monat betrug Ihr Rückstand auf Rang 1 noch 8 Punkte, nun grüsst der FC Klingnau von der Tabellenspitze. Welche Rolle behagt Ihnen besser? Jene des Jägers oder jene des Gejagten?
Die aktuelle Tabelle ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber als Jäger verspürt man deutlich weniger Druck, als wenn man von der Konkurrenz gejagt wird. Jeder möchte den Leader bezwingen, dies macht die Aufgabe bestimmt nicht einfacher. Die Nerven in einer solchen Situation unter Kontrolle zu halten gestaltet sich oft als extrem schwierig. Wir befinden uns nun erstmals in dieser Saison in dieser Situation, doch wir nehmen Spiel für Spiel, das nächste am kommenden Samstag in Rothrist wird ein echter Härtetest. Für sie wird es wohl die letzte Chance sein, noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden.

3. Vor Kurzem gab der FC Klingnau bekannt, dass Sie Ihren im Sommer auslaufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängern werden. Was waren die Gründe für die Trennung?
In erster Linie waren sich alle Beteiligten einig, dass eine Veränderung der Mannschaft gut tun würde; ich bin nun seit dreieinhalb Jahren in Klingnau. Mittlerweile habe ich beim VfB Waldshut in der deutschen Bezirksliga unterschrieben, vom Niveau her würde ich sagen bewegt man sich da zwischen der 2. und 3. Liga in der Schweiz. Mir schwebte bereits im Winter ein «Tapetenwechsel» vor und als ich das Angebot von Waldshut erhielt, setzte ich mich mit der Vereinsführung zusammen. Dabei kamen wir gemeinsam zum Schluss, dass es an der Zeit ist, getrennte Wege einzuschlagen. Der Aufstieg und der Aargauer Meistertitel wäre natürlich ein perfektes Abschiedsgeschenk (schmunzelt).

12.09.2018

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