Penalty-Pfiff von Amhof in Winterthur zu 100% korrekt

  • 06.04.2017

Im Rahmen der Halbfinalspiele des Helvetia Schweizer Cups kam es bei der Partie Winterthur – Basel zu einem viel diskutierten Elfmeter für den FC Basel. Das Ressort Spitzenschiedsrichter des SFV hat die Szene am Tag danach eingehend analysiert und kommt zum Schluss: Die Entscheidung von Schiedsrichter Sascha Amhof ist zu 100 Prozent korrekt.

Die Szene: Nach gut 50 Spielminuten dribbelt sich Basels Stürmer Marc Janko in den Winterthurer Strafraum und wird von Winterthurs Captain Patrik Schuler in einer Weise vom Ball getrennt, die Schiedsrichter Sascha Amhof als penaltywürdig taxiert. Basels Captain Matias Delgado verwandelt den Elfmeter zum 1:0. Basel siegt am Ende 3:1. Winterthurs Verteidiger Patrik Schuler vertritt den Standpunkt, er habe klar den Ball gespielt. Basels Stürmer Marc Janko sagt, er sei auf jeden Fall auch getroffen worden.

In der Stellungnahme des SFV-Ressorts Spitzenschiedsrichter wird explizit darauf hingewiesen, dass der Ball zwar gespielt worden sei, aber nicht auf eine faire Art und Weise. Die in einer breiten Öffentlichkeit verankerte Meinung, wenn (auch) der Ball gespielt worden sei, liege kein Foul vor, ist reglementarisch falsch.

Insbesondere macht das Ressort Spitzenschiedsrichter des Verbands darauf aufmerksam, dass der Winterthurer Spieler in einer Aktion mit hohem Tempo den Basler Spieler mit dem linken Bein im Bereich der Achillesferse trifft. Es war kein sauberes Tackling, sondern ein fahrlässiges oder rücksichtsloses Einsteigen. Das ist gemäss Regelwerk von FIFA und UEFA zwingend zu sanktionieren. Das tat Sascha Amhof zu 100 Prozent korrekt. Und weil sich die Szene im Strafraum abspielte, blieb ihm gar keine andere Wahl, als auf Strafstoss zu entscheiden. 

(SFV/Foto: Keystone)

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