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05.02.2010
Cabral: «YB muss seine Rolle als Leader bestätigen»

Der Junioren-Internationale Cabral (links) hat seinen Vertrag verlängert und steht vor dem Sprung in die Stammformation. (Keystone)

Am Wochenende startet die Meisterschaft in die 2. Phase. Der psychologische Krieg zwischen dem FC Basel und dem BSC Young Boys dagegen hat bereis begonnen. Beide Klubs schieben die Favoritenrolle dem Gegner zu. Die Vorschau auf die 19. Runde der Axpo Super League.


Wenige Stunden vor dem mit Spannung erwarteten Spitzenkampf zum Start der 2. Phase der laufenden Meisterschaft sieht weder der FC Basel noch der BSC Young Boys den mit der Rolle des Favoriten verbundene Druck auf seinen Schultern lasten. «Auch wenn wir zuhause spielen, haben die Berner mit dem Vorsprung in der Tabelle alle Vorteile auf ihrer Seite. Der BSC Young Boys muss aber seine Rolle als Leader bestätigten», analysiert der Basler Adilson Tavares Cabral. «Mit der Qualität seines Kaders und seiner Erfahrung besitzt der FC Basel die besseren Argumente», kontert Vladimir Petkovic. «Wir sind die Überraschung der 1. Phase und wir werden versuchen, diesen Status zu behalten!» Zur Erinnerung: der BSC Young Boys wartet seit 24 Jahren auf einen Meistertitel...

Der Coach des Wintermeisters mit kroatischen Wurzeln will dem Gegner vor dem ersten Spiel nach der Pause nicht zu viel Gewicht beimessen. «Ob gegen den FC Basel oder gegen eine andere Mannschaft, das Resultat aus dem ersten Spiel nach der Winterpause ist immer wichtig, um dem Team Schwung für den weiteren Verlauf der Meisterschaft zu verleihen», ist «Petko». überzeugt. Für die Basler ist die Ausgangslage eine andere, beträgt der Rückstand auf die Hauptstädter doch bereits sieben Zähler. «Wir werden alles unternehmen, um zu gewinnen», verspricht Cabral. «Ein Unentschieden würde uns nicht helfen. Aber ich habe grosses Vertrauen in uns. Wenn wir in der Verteidigung solid auftreten, werden unsere beiden Nati-Stürmer früher oder später den Unterschied ausmachen» In der 1. Phase der Saison trafen Alexander Frei und Marco Streller je elf Mal und liessen sich sieben, respektive sechs Assists gutschreiben.

Fünf von fünf für Petkovic
Seit Amtsantritt bei YB hat Trainer Vladimir Petkovic gegen den FC Basel mit fünf Siegen aus fünf Spielen - davon drei auswärts im St. Jakob-Park - eine beeindruckende Bilanz aufzuweisen. «Das ist alles Vergangenheit, mich interessiert nur die Gegenwart», erklärt er resolut. «Am Sonntag erwartet uns ein anderes Spiel, eine neue Geschichte und jeder muss 120 Prozent geben, damit wir etwas erreichen können.» Cabral dagegen hofft auf einen anderen Ausgang der Geschichte. «YB legt eine interessante Dynamik an den Tag, aber trotzdem ist jede noch so beeindruckende Serie da, um beendet zu werden!» Der FC Basel weiss, wovon er spricht. Seit dem 17. September und dem Sieg gegen die AS Rom sammelten die Basler in der Meisterschaft sieben Siege, ein Remis und nur eine Niederlage. Die einzige Pleite resultierte am 29. November gegen - die Young Boys!

Und doch haben der Basler Cabral und der Berner Petkovic haben eine Gemeinsamkeit: sie haben während der Winterpause ihre Verträge bis Ende Juni 2013 verlängert. «Ich habe mit der Rückkehr zum FCB wirklich den richtigen Entscheid gefällt», ist der U21-Internationale überzeugt. «Hier geniesse ich das Vertrauen des Trainers und habe ein ideales Kader gefunden, um mich weiterentwickeln zu können.» In den Testspielen der letzten Wochen kam Cabral meist im Mittelfeld an der Seite von Benjamin Huggel zum Einsatz und steht kurz davor, beim FCB einen Stammplatz zu ergattern. Der Trainer der Young Boys seinerseits hofft, die beeindruckende Bilanz mit durchschnittlich 2,24 Punkten pro Spiel (bei 49 Einsätzen in der Meisterschaft) weiter zu verbessern. Am liebsten mit einem Sieg am Sonntag gegen den FCB. (db)


Martin Andermatt und FC Aarau stehen vor einem entscheidenden Heimspiel gegen die AC Bellinzona. (Keystone)


Axpo Super League / 19. Runde

06.02.2010 - 17.45 Uhr
Live auf Teleclub
FC St. Gallen FC Sion
Abwesend: Bolli (verletzt) Bühler (gesperrt)
  Caceres (verletzt) Serey Die (gesperrt)
  Haas (verletzt) Imhoff (nicht qual.)
  Knöpfel (verletzt) Prijovic (nicht qual.)
  Muntwiler (verletzt) Adailton (nicht aufg.)
    Nwaneri (nicht aufg.)

Der FC St. Gallen präsentiert zwei neue Köpfe: Rückkehrer Imhof im Mittelfeld und Vailati zwischen den Pfosten. Der Tessiner wird am Samstag gegen seinen früheren Klub in der Startelf zum Einsatz kommen. «Ehrlich gesagt ist es in meinen Augen nicht speziell, gegen den FC Sion zu spielen», versichert die Nummer 30 des FCSG - sowohl der Tag seines Geburtstags wie auch sein momentanes Alter. «Emotionen werden aber sicher da sein, weil es mein erstes Spiel mit der neuen Mannschaft sein wird.» Didier Tholot und der FC Sion sind zur Vorbereitung als einziges Team in der Schweiz geblieben und haben stark auf die Gruppendynamik gesetzt. «Sechs Mannschaften starten quasi auf der gleichen Startlinie. Wer den grössten Willen und die notwendige Aggressivität an den Tag legen wird, kann den Blick nach oben richten» analysiert der Franzose, der im ersten Spiel noch auf seine drei neuen Spieler verzichtet. «Sie sind erst seit Dienstag da, die anderen dagegen arbeiten bereits seit fünf Wochen», rechtfertigt er den Entscheid. Der am Freitag vom Afrikacup zurückgekehrte Nwaneri fehlt ebenfalls, der junge Sauthier steht zum ersten Mal im 18-Mann-Kader.


06.02.2010 - 17.45 Uhr
Live auf Teleclub
FC Zürich Neuchâtel Xamax
Abwesend: Alphonse (gesperrt) Binya (gesperrt)
  Chikhaoui (verletzt) Niasse (verletzt)
  Hassli (verletzt)  
  Vonlanthen (verletzt)  

Einen Tag vor dem Start in die 2. Phase hat sich Bernard Challandes noch für keine taktische Marschrichtung entschieden. «Ich will die Mischung finden, die am besten den Qualitäten meiner Spieler entspricht», erklärt der Coach des FC Zürich. «Wir haben die Tendenz, im gegnerischen Sechzehner die Durchschlagskraft vermissen zu lassen.» Mit einem Sieg kann der FCZ zu Neuchâtel Xamax aufschliessen. Magnin wird wohl zu seinem ersten Einsatz in der Schweiz seit 2001 kommen, der junge Stürmer Drmic (17) dürfte zum ersten Mal auf der Bank sitzen. Beim Gegner aus Neuenburg sucht Pierre-André Schürmann nach dem Abgang seiner beiden Top-Stürmer nicht nach Mitleid. «Wir arbeiten zu gut!», lacht er und fügt an: «Wir müssen mit den Spielern weiterarbeiten, die hier sind.» Der Ex-Zürcher Gashi und der frühere Sittener Kuljic sind bereits spielberechtigt und können eingesetzt werden. Geiger steht nach sechsmonatiger Verletzungspause ebenfalls im Aufgebot. In der 1. Phase konnte Neuchâtel Xamax beide Duelle gegen den FC Zürich für sich entscheiden.

 
07.02.2010 - 16.00 Uhr
 
FC Aarau AC Bellinzona
Abwesend: Kulaksizoglu (gesperrt) Diarra (nicht qual.)
  Ionita (verletzt) Rossini (nicht qual.)
  Marazzi (verletzt)  
Fraglich: Burki (angeschlagen)  Kasami (Freigabe) 
    Rivera (rekonvaleszent)

Trotz einer misarablen Bilanz der letzten sechs Monate mit nur einem Sieg aus 18 Meisterschaftsrunden kehrt der FC Aarau mit nur einer Verstärkung aus der Winterpause zurück: Rechtsverteidiger Lampi. Martin Andermatt will den bisherigen Spielern sein Vertrauen schenken. Anlässlich der Testspiele zeigte das Schlusslicht der Axpo Super League interessante Ansätze. Im Gegensatz dazu hat Alberto Cavasin bei der AC Bellinzona acht Spieler aussortiert und mit Edusei einen erfahrenen Spieler an Bord geholt. «Unsere Mannschaft ist sehr konkurrenzfähig», versichert auch Sermeter. «Wir warten ungeduldig auf den Wiederbeginn. Das wird ein sehr wichtiges Spiel für uns, aber ein noch wichtigeres für den FC Aarau!»
 

07.02.2010 - 16.00 Uhr
Live auf Teleclub
FC Basel BSC Young Boys
Abwesend: Carlitos (verletzt) C. Schneuwly (gesperrt)
  Chipperfield (verletzt) Schneider (verletzt)
  Costanzo (verletzt) M. Schneuwly (verletzt)
  Da Silva (verletzt)  
  Zanni (verletzt)  
Fraglich: Zoua (rekonvaleszent)  

Mit Ausnahme der überraschenden Niederlage gegen den FC Wil hat der FC Basel in den Freundschaftsspielen ausgezeichnete Leistungen abgeliefert. Die Berner Young Boys dagegen haben mit zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen einen durchzogenen Eindruck hinterlassen. «Ich habe allen Spielern die Gelegenheit gegeben, zum Einsatz zu kommen», hält Vladimir Petkovic fest. «Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, die Mannschaft wird am Sonntag bereit sein.» Im Lager der Basler ist der Ghanaer Inkoom am Donnerstag vom Afrikacup zurückgekehrt, wo seine Mannschaft den Final bestritt. Bei YB stellt sich die Frage, ob der neu verpflichtete Lingani (zusammen mit Mardassi) den abgewanderten Ghezal wird ersetzen können. «Eine erste Antwort werden wir am Sonntag erhalten», sagt sein Trainer. «Lingani arbeitet viel, er ist physisch stark und aggressiv.»
 

07.02.2010 - 16.00 Uhr
Live auf Teleclub
FC Luzern Grasshopper Club
Abwesend: Diarra (rekonvaleszent) Ben Khalifa (verletzt)
    Lulic (verletzt)
    Lalombongo (verletzt)
    Schultz (verletzt)
Fraglich: Ferreira (Oberschenkel)  
  Veskovac (Oberschenkel)  

Bei Luzern gegen GC treten zwei Klubs gegeneinander an, die beide keinen einzigen neuen Spieler verpflichtet haben. «Es gab keinen Grund, eine Mannschaft zu verändern, die in der 1. Phase alle zufriedengestellt hat», erklärt Rolf Fringer, der sich auf seinen Platz auf der Bank im Stadion Gersag freut. «Allerdings muss das Wetter noch mitspielen», fügt er an. Am letzten Wochenende holten sich die Grasshoppers mit dem 3:1-Sieg gegen Red Bull Salzburg, Zweiter der österreichischen Bundesliga, Selbsvertrauen für die Meisterschaft. (db)

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